Adolf Brütt: General von Wrangel

Adolf Brütt: General von Wrangel, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Adolf Brütt: Denkmal für General von Wrangel (Bronze, 1903).
Stadtpark Flensburg, Selckstraße, 24937 Flensburg.

Beschreibung

Im deutschen Kaiserreich der Jahrhundertwende wurden Helden auf hohe Sockel gestellt. Im Mittelpunkt der Darstellung stand weniger der individuelle künstlerische Ausdruck, als vielmehr die gewünschte Wirkung als Vorbilder für das Volk. Die gezeigten Menschen – fast ausschließlich Männer – sollten für die Bürger in ihrer herausragenden Funktion und moralischen Integrität erlebbar sein. Daher schauen sie meist auch nicht zu den Passanten, sondern visionär entrückt in die Zukunft.

Im Flensburger Stadtpark begegnen die Spaziergänger einer solchen Statue: Bildhauer Adolf Brütt schuf das 1903 eingeweihte Denkmal für Karl Friedrich Wilhelm Freiherr von Wrangel (1812–1899), der als „Trommler von Kolding“ bekannt und 1872 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde. Im April 1849 kämpften Schleswig-Holsteiner und Dänen um die Stadt Kolding. General von Wrangel entriss einem dänischen Tambour die Trommel und stoppte damit das Zurückweichen der eigenen Truppen.

Künstler

Adolf Carl Johannes Brütt wurde am 10. Mai 1855 in Husum geboren. Nach einer Steinbildhauerlehre in Kiel studierte er drei Jahre an der Berliner Kunstakademie. International berühmt wurde er durch seine „Schwerttänzerin“ von 1891–1893, für die er auf der Weltausstellung 1900 in Paris die Goldmedaille erhielt. Er wurde um die Jahrhundertwende zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern gezählt und gilt als einer der Hauptvertreter des norddeutschen Realismus. Adolf Brütt starb am 6. November 1939 in Bad Berka/Thüringen. Sein Nachlass wird vom Nordsee Museum Nissenhaus Husum verwaltet.

Galerie

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