Adolf Brütt: Kaiser Wilhelm I.

Adolf Brütt: Kaiser Wilhelm I., (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Adolf Brütt: Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. (Bronze, Granitsockel, 1896). 
Schlossgarten, 24103 Kiel.

Beschreibung

Majestätisch blickt er vom hohen Ross und hat auch allen Grund dazu: Schließlich ist dies der erste Kaiser des damals jungen deutschen Kaiserreiches, der 25 Jahre nach der Reichsgründung und acht Jahre nach seinem Tod im Kieler Schlossgarten als Bronzestatue seinen Platz fand. Ursprünglich war das Denkmal noch monumentaler, da die Spendengelder nach dem Tode des beliebten Monarchen üppig flossen. Und so waren Kaiser und Pferd umgeben von zahlreichen Figuren und Texttafeln, die die großen Taten würdigen sollten. Auch Symbole für Landwirtschaft und Fischfang waren zu finden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein großer Teil des Metalls eingeschmolzen, um daraus Kanonen für neue Schlachten herzustellen. Und auch sonst hatte das Denkmal in diesen Jahren schwer gelitten. Erst 1972 zu den Olympischen Segelwettbewerben in Kiel fand eine aufwändige Restaurierung statt – im deutlich bescheideneren Rahmen.

Künstler

Adolf Carl Johannes Brütt wurde am 10. Mai 1855 in Husum geboren. Nach einer Steinbildhauerlehre in Kiel studierte er drei Jahre an der Berliner Kunstakademie. International berühmt wurde er durch seine „Schwerttänzerin“ von 1891–1893, für die er auf der Weltausstellung 1900 in Paris die Goldmedaille erhielt. Er wurde um die Jahrhundertwende zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern gezählt und gilt als einer der Hauptvertreter des norddeutschen Realismus. Adolf Brütt starb am 6. November 1939 in Bad Berka/Thüringen. Sein Nachlass wird vom Nordsee Museum Nissenhaus Husum verwaltet.

Galerie

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