Alf Lechner: Tetraeder-Subtraktion mit Ring

Alf Lechner: Tetraeder-Subtraktion mit Ring, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Alf Lechner: Tetraeder-Subtraktion mit Ring (Stahl, 1987).
Skulpturengarten der Kunsthalle, Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel.

Beschreibung

Mitarbeit ist nötig: Verbindet man in Gedanken die Endpunkte der beiden versetzt angeordneten Balken durch imaginäre Linien, entsteht ein Tetraeder mit einem innenliegenden Ring. Die Skulptur des Bildhauers Alf Lechner im Park vor der Kunsthalle zu Kiel ist trotz – oder gerade wegen – der minimalistischen Umsetzung sehr vielschichtig.

Mit einem Kreis und zwei Linien kombinierte der Künstler zwei denkbar einfache, geometrische Grundformen zu einer rund dreieinhalb Meter hohen Plastik, die es in sich hat. Denn nicht nur erhalten die flachen, zweidimensionalen Formen durch eine schlichte Verdrehung ihre räumliche Ausdehnung, durch die sie beinahe schwerelos erscheinen. Auch lässt sich die Figur, wie schon eingangs erwähnt, in Gedanken durch vier gleichlange Linien so vervollständigen, dass ein Körper mit drei exakt gleich großen, dreieckigen Flächen entsteht, ein Tetraeder. Die gedankliche Leistung des Betrachters ist also ein geplanter Bestandteil des Kunstwerks.

Die Skulptur ist der so genannten konkreten Kunst zuzurechnen, die aus mehr oder weniger einfachen Grundformen und unter Anwendung mathematischer Regeln Konstruktionen mit bestechender Eleganz entwickelt.

Künstler

Alf Lechner wurde 1925 in München geboren. Er ist gelernter Schlosser und war zugleich 1940-1950 Schüler des Landschaftsmalers Alf Bachmann. Nach dem Krieg war er bis 1960 als Maler, Grafiker, Industriedesigner und Produzent tätig. Seit 1961 schuf er abstrakte Plastiken im Rahmen geometrischer Grundformen. Er lebt und arbeitet in Obereichstätt. Infos: Alf Lechner Stiftung

Galerie

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