Daniel Spoerri: Schädelbaum

Daniel Spoerri: Schädelbaum, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Daniel Spoerri: Schädelbaum (1993).
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel 1, 24837 Schleswig.

Beschreibung

Die Skulptur „Schädelbaum“ von Daniel Spoerri erinnert aus der Ferne an rituelle Werke von Naturvölkern, denn aufgespießt auf langen Ästen finden sich drei kleine Schädel. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass der Künstler sehr spielerisch mit der Form der Schädel umgegangen ist und sie verfremdet hat. Das leichte Schaudern, das sich vielleicht zunächst eingestellt hat, weicht einem amüsierten Blick. Die neue, ungewohnte und zuweilen freche Perspektive, die der Künstler auf bekannte Objekte wirft, ist typisch für die Objektkunst von Daniel Spoerri.

Künstler

Daniel Spoerri wurde am 27. März 1930 als Daniel Isaac Feinstein in Galati, Rumänien geboren. 1949–1954 studierte er in Zürich und später in Paris klassischen Tanz und Pantomime. Ab 1959 schuf er in Paris seine ersten Arbeiten der Objektkunst. Als bildender Künstler wurde er vor allem durch seine Fallenbilder (Tableaux pièges) weltbekannt, widmete sich später aber auch der Bronzeskulptur. 1978–1982 war er Professor an den Kölner Werkschulen, sowie 1983–1989 an der Kunstakademie München. Er führte ein eigenes Restaurant, gründete eine Galerie und einen Skulpturenpark. Viele seiner Arbeiten finden sich in Sammlungen in ganz Europa, in den Vereinigten Staaten, Japan und Australien. Unter anderem wurde er 1993 mit dem Grand Prix de la Sculpture in Paris und 2016 mit dem Lovis-Corinth-Preis ausgezeichnet. Weitere Informationen (extern): Website von Daniel Spoerri

Galerie

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