Diethelm Koch: Kugel XVII

Diethelm Koch - Kugel XVII, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Diethelm Koch: Kugel XVII (Stahl, 1996).
Beim Fähranleger Süd, Cuxhavener Str. 1, 25541 Brunsbüttel

Beschreibung

Eine riesige, rostbraune Kugel lagert auf einem toten Gleisstrang, unweit von Kanalfähre und Schleusenkammern, als wäre sie vor langer Zeit dorthin gerollt und vergessen worden. Das Kunstwerk weckt – nicht zuletzt durch die monumentale Größe und das verwendete Material – vielfältige Assoziationen, doch eigentlich ist es vor allem als Spiel der geometrischen Elemente gedacht. Kugel und Linie beziehen sich aufeinander und ergeben ein gemeinsames, harmonisches Ganzes. Die Größe der Kugel wurde so gestaltet, dass sie genau zum Abstand der beiden Schienen passt und dort optimal lagert. Die Schienen führen heute ins Nirgendwo und sind damit in ihrer räumlichen Ausdehnung eng begrenzt. Die Ausdehnung der Kugel ist durch ihren Mantel begrenzt.

Künstler

Diethelm Koch wurde am 22. Mai 1943 in Bochum geboren. Nach der Schulzeit begann er mit einer Ausbildung zum Modelltischler. 1965 bis 1970 absolvierte er an der Fachhochschule Dortmund ein klassisch geprägtes, künstlerisches Studium und setzte die Studien 1970 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Norbert Klicke und Erwin Heerich fort. Er hatte mehrfach Lehraufträge in Dortmund und Münster und wurde 1992 als Professor für Grundlagen der Gestaltung an die Fachhochschule Potsdam berufen. Er wird heute zu den bedeutendsten Vertretern der konkreten Bildhauerei in Deutschland gezählt. Ausgehend von geometrischen Grundformen wie Würfel, Kugel und Zylinder zeigen seine Arbeiten mathematische und stereometrische Ideen auf. Die strengen Gestaltungsprinzipien erlauben dabei dennoch eine große Breite von Gestaltungsmöglichkeiten und Variationen. Die Grundformen werden zerlegt und aufgeteilt, neu zusammengesetzt und zuweilen in unterschiedlichen Materialien kombiniert. Diethelm Koch verstarb am 14. März 2008 in Bochum.

Galerie

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