Emil Cimiotti: Große Muschel

Emil Cimiotti: Große Muschel, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Emil Cimiotti: Große Muschel, (Bronze, 1966–1967).
Campus der Christian-Albrechts-Universität, Westring, 24118 Kiel.

Beschreibung

Auf dem Campus der Universität zu Kiel steht eine Bronzeplastik des Bildhauers Emil Cimiotti, die in einigen Publikationen als „Ohr des Pan“ betitelt ist und an anderer Stelle „Große Muschel“. Die Verwirrung angesichts des richtigen Titels ist durchaus verständlich, denn die üppige Form zeigt weder ein Ohr, noch eine Muschel, sondern entspringt allein der Fantasie des Künstlers. Die Plastik wurde inspiriert von den Formen der Natur und will einfach eine gute Figur machen und den Geist und die Gefühle der Betrachter ansprechen. Wenn das Kunstwerk überhaupt etwas darstellt, dann am ehesten ein ungegenständliches Thema wie „Fruchtbarkeit“ oder „Wachstum“.

Emil Cimiotti gilt als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel. Die Richtung der informellen Kunst setzt sich gezielt von der gegenständlichen Darstellung ab, aber auch von der Konstruktion nach geometrischen Regeln. Die Kunstwerke entstehen in freier Formgebung. Dass viele Betrachter in ihnen dennoch verfremdete Menschen oder Gegenstände zu erkennen glauben, liegt eher an ihren Erwartungen als an der Absicht der Künstler.

Künstler

Emil Cimiotti wurde am 19. August 1927 in Göttingen geboren. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft nahm er eine Lehre als Steinmetz auf und begann 1949 sein Studium an der Kunstakademie in Stuttgart. Bis 1954 studierte er an den Kunsthochschulen Stuttgart, Berlin und Paris. 1956 nahm er erstmals an Ausstellungen teil. Nach anfänglichen Verrissen wurden seine Werke rasch anerkannt. Emil Cimiotti nahm in der Folgezeit u.a. an der Biennale in Venidig und an der documenta in Kassel teil. 1963 wurde Emil Cimiotti als Gründungsmitglied der Kunsthochschule in Braunschweig berufen. Weitere Informationen (extern): Website von Emil Cimiotti

Galerie

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