Fritz Theilmann: Hänsel und Gretel

Fritz Theilmann: Hänsel und Gretel, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Fritz Theilmann: Hänsel und Gretel (Keramik, 1929).
Fichtestraße/Kleiststraße, 24118 Kiel. 

Beschreibung

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurden von der Kieler Kunstkeramik viele Elemente für Fassaden in Kiel entworfen. In dieser Zeit entstand auch das Marineviertel auf dem Westufer, ein Siedlungskomplex in der Nähe des Wasserturms Ravensberg. Die Siedlung wurde mit aufwändigen architektonischen Elementen und zahlreichen keramischen Plastiken an den Fassaden geschmückt.

Künstler

Fritz Theilmann wurde am 28. Dezember 1902 in Karlsruhe geboren. Zunächst wollte er Architekt werden, wechselte aber 1921 zum Bildhauerstudium an der Akademie Karlsruhe. 1925–1929 arbeitete Fritz Theilmann bei der Kieler Kunstkeramik AG (KKK) als Bildhauer, Techniker und Leiter der baukeramischen Abteilung. In diesen Jahren des heute hochgehandelten Kieler Klinker- Expressionismus mit Stilzügen des Art déco entstanden über 50 eigene bau- und freiplastische sowie etliche kleinkeramische Arbeiten. Es folgten Reisen ins östliche Ausland und 1932 der Ruf an die Staatliche Keramische Fachschule (später Meisterschule) in Bunzlau. Im Krieg wurde er in Russland gefangen genommen. Dem Spätheimkehrer wurden die Erlebnisse dieser Jahre zum dominierenden gestalterischen Thema. Seit 1959 arbeitete Theilmann als freischaffender Künstler und fertigte zahlreiche Werke für den öffentlichen Raum im ganzen Bundesgebiet. Insgesamt schuf er in seinen 88 Lebensjahren fast 600 Arbeiten. Fritz Theilmann starb am 7. August 1991 in Pforzheim. Weitere Informationen (extern): Website zu Fritz Theilmann

Galerie

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