Georg Weiland: Schuld, Unschuld, Sühne

Georg Weiland: Schuld, Unschuld, Sühne, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Georg Weiland: Schuld, Unschuld, Sühne (Betonrelief, 1975).
Amtsgericht Rendsburg, Königstraße 13, 24768 Rendsburg.

Beschreibung

Drei Stufen der Gerechtigkeit – Unschuld, Schuld und Sühne – zeigt das dreiteilige Relief am Amtsgericht in abstrakter Form. Das zentrale, mittlere Element zeigt den ursprünglichen Zustand der Unschuld und strahlt Ruhe und Harmonie aus. Links und rechts schließen sich die Elemente an, die den Zustand nach einer Störung der Harmonie darstellen. Im linken Bereich der Schuld ist das Gleichgewicht gestört, während recht durch die Sühne versucht wird, erneut eine Balance zu erreichen. Diese Balance erreicht nicht mehr den Urzustand der Unschuld, ist aber harmonischer als der Zustand der Schuld. Die Wunden sind noch sichtbar, wurden aber durch das Eingreifen der Justiz gemildert. Gegenüber dem mittleren Element wirkt das rechte komplexer, was durch das Einwirken der Schuld begründet ist.

Das Relief ist gekennzeichnet durch eine organisch wirkende, abstrakte Formensprache und eine rhythmische Gliederung. Jedes der drei Elemente greift Teile der beiden Nachbarn in veränderter Form auf.

Künstler

Georg Weiland wurde 1928 in Blowatz bei Wismar geboren. Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt er als Schüler des Lübecker Bildhauers Walther Jahn. 1953 begann er ein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Ab 1958 arbeitete er als Maler und Bildhauer, zunächst in Lübeck, ab 1967 in Reinfeld. Ab 1977 lehrte er an der Muthesiusschule in Kiel. Er starb 1999 in Reinfeld.

Galerie

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