Günter Ferdinand Ris: Flächenraum

Günter Ferdinand Ris: Flächenraum, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Günter Ferdinand Ris: Flächenraum (Edelstahl, 1970).
Freizeitzentrum, Moislinger Berg 2, 23560 Lübeck.

Beschreibung

In einem imaginären Zusammenprall stoßen zwei Stahlbleche aufeinander, wobei sie sich aufstauchen: So lässt sich auf einfache Art die kraftvolle Plastik an der Wand des Freizeitzentrums beschreiben. Ausgangspunkt der Arbeit waren zwei flach gewalzte Stahlbleche, die Günter Ferdinand Ris zuschnitt und verformte.

Rechts und links liegen die Bleche flach an der Wand, doch je weiter sich der Blick der Mitte nähert, desto dynamischer wird der Eindruck. Zunächst wölben sich beide Bleche wellenförmig nach außen, bis sie schließlich am Punkt des Zusammentreffens weit in den Raum reichen. Der Titel der Arbeit – Flächenraum – spielt auf genau diesen Gedanken an: Von der Fläche dehnt sich das Kunstwerk in den Raum aus.

Durch die Verformung des matt glänzenden Edelstahls entsteht ein dynamisches Spiel mit Licht und Schatten, wobei die wechselnden Lichtreflexe die Form noch weiter unterstreichen. Der Gedanke hinter dem Kunstwerk ist die Darstellung einer mathematischen Idee mit einfachsten Mitteln. Zugleich wird hier die Wirkung von Kräften eindrucksvoll dargestellt.

Künstler

Günter Ferdinand Ris (G. F. Ris) wurde am 16. Mai 1928 in Leverkusen geboren. 1947–1951 studierte er in Karlsruhe, Düsseldorf und Freiburg im Breisgau. Seit 1952 arbeitete er als Porträtmaler, Typograf und Werbeberater. Seit 1960 war er als Bildhauer tätig und stellte u.a. auf der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig aus. Viele seiner Arbeiten spielen mit dem Verhältnis von Fläche und Raum, sowie der dynamischen Wirkung des Lichts. Er starb am 15. Mai 2005 in Darmstadt.

Galerie

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