HD Schrader: Cubecrack I

HD Schrader: Cubecrack I, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

HD Schrader: Cubecrack (Stahl, 1998).
Gänsemarkt, 24534 Neumünster.

Beschreibung

Bruchstück wird Skulptur: Auf diese einfache Formel könnte man das Konzept hinter den Cubecracks bringen. Man stelle sich einen großen, hohlen Quader aus Stahl vor, der an verschiedenen Stellen in kleine Teile zersägt wird. Die dadurch entstandenen Teilstücke haben jeweils einen ganz eigenen, skulpturalen  Charakter. Wenn diese signalrot lackiert und an verschiedenen Stellen in der Stadt (bzw. verschiedenen Städten) verteilt werden, wirken sie an ihrem neuen Ort bewusst als Fremdkörper, sind aber auch Teil eines größeren Ganzen.

Künstler

HD Schrader (Hans-Dieter Schrader) wurde 1945 in Bad Klosterlausnitz in Thüringen geboren. Er studierte 1963–1965 am San Francisco Art Institute in den USA und 1965–1969 an der damaligen Werkkunstschule Hamburg konstruktives Gestalten bei Max Hermann Mahlmann. 1972 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „IAFKG“ (International Workgroup for Constructive Art) in Antwerpen zu der u. a. die Künstler Ewerdt Hilgemann, Richard Paul Lohse, Marcello Morandini oder François Morellet gehörten. Gestartet mit einer Ausstellung zur Werkgruppe „Quadratreihungen“ in Bonn 1969 folgten Ausstellungen und Aufträge in Deutschland und weltweit. Seine visionären Vorstellungen, ausgehend vom zweidimensionalen Dreieck, Quadrat, Rechteck hin zu dreidimensionalen Körper gleich- oder verschiedenseitiger Würfel (Kuben) heben die Grenzen von Malerei und Grafik hin zur Plastik auf, stellen aber gleichzeitig im Inneren mathematisch gleichmäßige- und ungleichmäßige Konstrukte dar. Die signalrote Farbe seiner großdimensionalen Hohlkörper aus Stahl, bilden dabei einen aufmerksamkeitswirkenden Blickfang aber ausgeglichenen Kontrast zum Wechselspiel von Fläche und Raum im Spannungsfeld zum Idealkörper des Kubus dar. Seine Arbeiten werden der konstruktiv-konkreten Kunst zugerechnet. Er lebt und arbeitet in Hamburg und auf Eiderstedt. Weitere Informationen (extern): Website von HD Schrader

Galerie

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