HD Schrader: Kubushochzeit

HD Schrader: Kubushochzeit, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

HD Schrader: Kubushochzeit (Stahl, Farbe, 2005).
Kreis Stromarn, Mommsenstrasse 13, 23843 Bad Oldesloe

Beschreibung

Für seine Stahlskulptur „Kubushochzeit“ verschränkte und verhakte Bildhauer HD Schrader drei unterschiedlich große kubische Körper in leuchtendem Rot zu einer komplexen und doch klaren Form. Jede der drei Einzelformen hat vier geschlossene und zwei offene Seitenflächen. Die drei Körper durchdringen sich und stabilisieren sich dabei gegenseitig. So wirkt die entstandene Gesamtform dynamisch und raumgreifend und doch ausbalanciert und sorgt bei jedem Schritt des Betrachters für wechselnde Überschneidungen.

Das Kunstwerk spielt damit, wie aus drei einfachen, geometrischen Formen eine anspruchsvolle Skulptur wird. Jeder Kubus für sich ist unspektakulär, aber in der Durchdringung und Drehung ist eine Figur entstanden, die den Betrachter neugierig macht und zu Erkundungen auffordert. Licht und Schatten, Flächen und Linien scheinen in ständiger Bewegung zu sein. Obwohl die gesamte Skulptur in einem einheitlichen Rot lackiert ist, zeigen sich aus jeder Perspektive unzählige verschiedene Farbstufen.

Künstler

HD Schrader (Hans-Dieter Schrader) wurde 1945 in Bad Klosterlausnitz in Thüringen geboren. Er studierte 1963–1965 am San Francisco Art Institute in den USA und 1965–1969 an der damaligen Werkkunstschule Hamburg konstruktives Gestalten bei Max Hermann Mahlmann. 1972 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „IAFKG“ (International Workgroup for Constructive Art) in Antwerpen zu der u. a. die Künstler Ewerdt Hilgemann, Richard Paul Lohse, Marcello Morandini oder François Morellet gehörten. Gestartet mit einer Ausstellung zur Werkgruppe „Quadratreihungen“ in Bonn 1969 folgten Ausstellungen und Aufträge in Deutschland und weltweit. Seine visionären Vorstellungen, ausgehend vom zweidimensionalen Dreieck, Quadrat, Rechteck hin zu dreidimensionalen Körper gleich- oder verschiedenseitiger Würfel (Kuben) heben die Grenzen von Malerei und Grafik hin zur Plastik auf, stellen aber gleichzeitig im Inneren mathematisch gleichmäßige- und ungleichmäßige Konstrukte dar. Die signalrote Farbe seiner großdimensionalen Hohlkörper aus Stahl, bilden dabei einen aufmerksamkeitswirkenden Blickfang aber ausgeglichenen Kontrast zum Wechselspiel von Fläche und Raum im Spannungsfeld zum Idealkörper des Kubus dar. Seine Arbeiten werden der konstruktiv-konkreten Kunst zugerechnet. Er lebt und arbeitet in Hamburg und auf Eiderstedt. Weitere Informationen (extern): Website von HD Schrader

Galerie

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