Hein Sinken: Windbewegtes Objekt

Hein Sinken: Windbewegtes Objekt, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Hein Sinken: Windbewegtes Objekt (Edelstahl, 1972).
Christian-Albrechts-Universität, Mensa am Musäus-Platz / Leibnizstraße, 24118 Kiel.

Beschreibung

Vor der Mensa II in der Leibnizstraße steht eine bewegliche Plastik aus Edelstahl, die der Bildhauer Hein Sinken schuf. Die aus offenen Halbkugeln und drehbaren Zylindern konstruierte Form erinnert – nicht zuletzt auch durch das glänzende, technisch wirkende Material – an eine große Windmaschine. Einfache geometrische Grundformen wurden so kombiniert, dass sie wie ein hochkomplexes Raumknäuel wirken. Der Einfluss des Windes sorgt dann wieder für Durchblick, denn nun wird durch die Bewegung die Struktur klar, die sich bei Windstille nicht auf Anhieb erschließt. Die ausgefeilte Anordnung der Elemente sorgt dafür, dass schon wenig Wind ausreicht, um Bewegung zu erzeugen.

Künstler

Hein Sinken wurde am 21. Oktober 1914 in Aachen geboren. Er begann als traditioneller Bildhauer, der etwa ab 1932 zunächst Reliefs, Büsten, figürliche Großplastiken und ein Denkmal im öffentlichen Auftrag schuf. Nach zunehmenden Repressionen in der DDR flüchtete die Familie 1959 in den Westen. In den 1960er Jahren ging er als Künstler neue Wege: Als Basis seiner Konzeptionen dienten ihm die Gesetze der Geometrie, deren Klarheit und Vielfältigkeit er schon immer geschätzt hatte. Mit Hilfe des Windes als natürliche Energiequelle werden Hein Sinkens Edelstahlobjekte in Bewegung gesetzt. Bereits geringste Impulse rufen auch bei massiv wirkenden Objekten spielerische und zufällig wirkende Bewegungen hervor. Allen Objekten gemeinsam ist die Nachvollziehbarkeit geometrischer Gesetzmaßigkeiten sowie die Ausgewogenheit zwischen kinetischer Aktion und plastischer Wirkung. Hein Sinken starb 1987 in Berlin. Weitere Informationen (extern): Website zu Hein Sinken

Videoclip

Galerie

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