Jan Meyer-Rogge: Tor der Winde

Jan Meyer-Rogge: Tor der Winde, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Jan Meyer-Rogge: Tor der Winde (Edelstahl, 1996).
Hauptstraße / Karl-Friedrich-Straße 3, 25899 Niebüll.

Beschreibung

Auf dem Platz vor dem Museum für moderne Kunst in Niebüll – dem Richard-Haitzmann-Museum – steht das „Tor der Winde“. Doch ein klassisches Tor ist es nicht, denn wer hindurch schreiten will, ist angesichts der verkanteten Pfeiler eher irritiert und muss aufpassen, dass er nicht stolpert. Tatsächlich handelt es sich um eine minimalistische Skulptur des Hamburger Bildhauers Jan Meyer-Rogge. Sie drängt sich nicht auf, sondern offenbart ihre raffinierte Gestaltung erst auf dem zweiten Blick. Die Konstruktion besteht aus sechs einfachen und gleichförmigen Winkeln, die nach streng mathematischen Regeln miteinander verbunden wurden – jeweils nach einem festen Muster verdreht gegenüber den Nachbarn. Alle sechs Winkelelemente folgen einander wie die Glieder einer Kette und ergeben schließlich einen geschlossenen Kreislauf. Bei dieser Skulptur steht das Spiel mit der Geometrie im Mittelpunkt: Aus einfachsten Grundelementen wird eine komplexe Struktur geschaffen. Das leicht schimmernde Material unterstreicht den konstruktiven Charakter des Kunstwerks.

Künstler

Jan Meyer-Rogge wurde 1935 in Hamburg geboren. 1955–1958 studierte er Malerei an der Hochschule für bildende Künste als Meisterschüler von Karl Kluth. 1959–1963 hatte er Studienaufenthalte in Amsterdam, Berlin, Florenz, Madrid. Seit 1964 arbeitet er als Bildhauer, vor allem mit den Materialien Stahl und Holz. Seine Werke zählen zur minimalistischen Kunst und zur Land Art. Seit 1973 ist er Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und seit 2013 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg, wo er auch lebt und arbeitet. Weitere Informationen (extern): Website von Jan Meyer-Rogge

Galerie

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