Jeppe Hein: Changing Invisibility

Jeppe-Hein-Brunnen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Jeppe Hein: Changing Invisibility (Wasserspiel, Stahl, Pumpen, Lichtschranken, 2004).
Hiroshimapark, 24103 Kiel.

Beschreibung

Wie oft kann man schon sagen, man sei Teil eines Kunstwerks? Bei der Installation „Changing Invisibility“ des dänischen Künstlers Jeppe Hein kann man sowohl Teil der Kunst sein als auch mittendrin. Und dieses im wahrsten Sinne des Wortes, denn es handelt sich hier um einen Raum aus Wasser, den man betreten und beeinflussen kann. Der Jeppe-Hein-Brunnen im Hiroshimapark ist ein interaktives Wasserspiel, das auf die Bewegungen seines Publikums reagiert.

Auf einem quadratischen Grundriss sprudeln Wasserfontänen senkrecht nach oben und umgrenzen dadurch einen Raum im Inneren. Wenn sich eine Person von einer der vier Seiten nähert, stoppt dort der Wasserfluss, die Wand fällt in sich zusammen und gibt den Weg ins Innere frei. Nach einiger Zeit schließt sich die Wand wieder und erreicht ihre volle Höhe. Umgekehrt funktioniert der Weg von innen nach außen genauso. Möglich wird dies durch Lichtschranken, die innen und außen das Wasserspiel umgeben.

Die Installation ist ein Kunstwerk, das die Menschen auf vielfältige Weise anspricht. Die immer wieder zusammenfallenden und neu in die Höhe wachsenden Wasserwände verleihen der streng geometrisch gestalteten Anlage eine heitere Lebendigkeit, da sich das Aussehen durch die wechselnden Höhen immer wieder ändert. Das Betreten des Raumes im Inneren der Wasserwände verändert die Wahrnehmung, da die Geräuschkulisse und die ständige Bewegung des Wassers eine ganz eigene Atmosphäre erzeugen. Der Ablauf der Zeit, die veränderte Raumwahrnehmung im Inneren, die Geräusche des sprudelnden Wassers, die Gischt der Fontänen und nicht zuletzt das fröhliche Kreischen der spielenden Kinder (und Erwachsenen) erreichen die Sinne.

Der Brunnen lädt ein zum spielerischen Erkunden oder einfach zum Schauen und Genießen. Als Mittelpunkt der Parklandschaft zwischen dem Rathaus und dem Kleinen Kiel ist er ein beliebter Treffpunkt für die Generationen.

Künstler

Jeppe Hein wurde 1974 in Kopenhagen geboren und studierte 1997–2003 an der Königlich Dänischen Kunstakademie und an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er ist weltweit mit Ausstellungen vertreten, 2003 auf der Venedig-Biennale. Er ist bekannt für überraschende Installationen, die das Publikum einbeziehen. Er lebt und arbeitet in Berlin. Infos: Jeppe Hein | Jeppe Hein auf artsy.net

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)