Josef Jaekel: Stele

Josef Jaekel: Stele, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Josef Jackel: Stele (Granit, 1974).
Rathausplatz, 24340 Eckernförde.

Beschreibung

Der sanft geschwungenen Stele ist der Designer als Urheber anzusehen: Mit minimalen gestalterischen Mitteln schuf Josef Jaekel eine ästhetische Skulptur, die aus den wenigen Linien und der großen Klarheit ihre Kraft und Spannung zieht. Sehr streng ist die Grundform, die sich nach oben hin leicht verjüngt. Beim genaueren Hinsehen fällt auf, dass die glatt poliert Oberfläche eine leichte Struktur zeigt. Wie ein Mantel legt sich auf der südlichen Seite eine dünne Hülle über den Kern. Mit ein wenig Fantasie erinnert die Stele an eine menschliche Figur mit Umhang, die sich leicht nach Norden in Richtung Ratskeller und Sankt Nicolai Kirche verneigt.

Der polierte, rötliche Granit greift die typischen Farben der Backsteinbauten auf. Von oben  fällt sanft und beständig Wasser herab und unterstreicht die glatt polierte Oberfläche. Durch die Bewegungen des fallenden Wassers und die entstehenden Reflexionen wirkt die Oberfläche lebendig. Mit wenigen gestalterischen Mitteln erreichte der Künstler, dass der schwere und massive Stein Leichtigkeit und heitere Gelassenheit ausstrahlt.

Künstler

Josef Jaekel wurde 1907 in Wallmenroth, Siegerland geboren. Obwohl seine Eltern ihm eine Ausbildung zum katholischen Missionar zudachten, wandte er sich der Bildenden Kunst zu. 1924–1928 studierte er an den Kölner Werkschulen. Ab 1930 arbeitete er als freischaffender Metallbildhauer und fertigte sakrale Arbeiten, aber auch Menschen- und Tierfiguren. Nach Kriegsende nahm er seine künstlerische Tätigkeit in Köln wieder auf und leitete ab 1947 an den Kölner Werkschulen den Bereich Metallbildhauerei. 1971 wurde er zum Dekan des Fachbereichs Kunst und Design an der neu gegründeten Fachhochschule Köln ernannt. Bis zu seinem Tod 1985 in Köln war er weiterhin künstlerisch aktiv.

Galerie

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