Karl Hartung: Djakar

Karl Hartung: Djakar, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Karl Hartung: Djakar (Bronze, 1965–1966)
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig.

Beschreibung

Fast glaubt man, das Material der durchbrochenen Säule wäre in noch Bewegung und könnte jederzeit seine Form ändern und weiter aufbrechen. Die Bronzeplastik von Bildhauer Karl Hartung stellt die reine Gestalt in den Mittelpunkt der Kunst und weckt dabei Assoziationen an einen zähen Teig, der in die Länge gezogen wird, oder auch an zerfließendes Wachs. Die Auflösung der Form durch das Wirken äußerer Kräfte lässt sich hier im wahren Sinne „begreifen“, denn der Körper hat eine starke plastische Wirkung. Die offenen Bereiche, die die Luft – den umgebenden Raum – hindurchströmen lassen, sind ebenso Bestandteil der Plastik wie das feste Material.

Künstler

Karl Hartung wurde am 2. Mai 1908 in Hamburg geboren. Er studierte nach seiner Lehre zum Holzbildhauer an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und setzte das Studium 1929–1932 in Paris fort. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg 1935 wurden seine bis dahin gegenständlichen Arbeiten zunehmend abstrakter. 1951 wurde Hartung als Professor für Bildhauerei an die Hochschule für bildende Künste in Berlin berufen. Er nahm an der documenta I (1955), II (1959) und III (1964) in Kassel teil. Karl Hartung starb am 19. Juli 1967 in Berlin. Weitere Informationen (extern): Karl Hartung bei „Welt der Form“

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)