Karl Hartung: Großer Sitzender

Karl Hartung: Großer Sitzender, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Karl Hartung: Großer Sitzender (Bronze, 1951/1952).
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig.

Beschreibung

Der „Große Sitzende“ ist eindeutig als männliche Figur zu erkennen, und doch erscheint sein Körper seltsam verformt. Der überdehnte Körper scheint fast mit dem Hocker zu verschmelzen und führt dessen Form fort. So werden Assoziationen geweckt an pflanzliche Gewächse, und die menschliche Figur wird in die Abstraktion geführt. Hier steht nicht die Darstellung eines Menschen im Vordergrund, sondern die Inszenierung des menschlichen Körpers als eigenständige Form. Wenige Jahre später griff der Künstler die Gestalt des „Großen Sitzenden“ wieder auf und schuf mit dem „Thronoi“ einen morbiden Gegenentwurf, der im Skulpturenpark in Sichtweite aufgestellt ist.

Künstler

Karl Hartung wurde am 2. Mai 1908 in Hamburg geboren. Er studierte nach seiner Lehre zum Holzbildhauer an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und setzte das Studium 1929–1932 in Paris fort. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg 1935 wurden seine bis dahin gegenständlichen Arbeiten zunehmend abstrakter. 1951 wurde Hartung als Professor für Bildhauerei an die Hochschule für bildende Künste in Berlin berufen. Er nahm an der documenta I (1955), II (1959) und III (1964) in Kassel teil. Karl Hartung starb am 19. Juli 1967 in Berlin. Weitere Informationen (extern): Karl Hartung bei „Welt der Form“

Galerie

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