Martin Frey: Idee eines Segelschiffs

Martin Frey: Idee eines Segelschiffs, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Martin Frey: Idee eines Segelschiffs (Leichtmetall, 1963).
Wesselburener Straße, 24106 Kiel.

Beschreibung

Die Skulptur „Idee eines Segelschiffs“, die Martin Frey aus vielen gestanzten Leichtmetallplatten zusammensetzte, wirkt ein wenig wie eine Konstruktionszeichnung. Denn statt eines plastischen Volumens dominieren hier die sich überlagernden Ebenen und Linien der Platten und erzeugen eine starke grafische Wirkung.

Der Künstler war tatsächlich überwiegend als Maler und Grafiker tätig und übertrug diesen sicheren Blick für Strukturen und Konturen auf seine plastische Arbeit. Die entstandene Konstruktion demonstriert in ihrem formalen Aufbau die prozesshafte Tätigkeit des Malers, der seine Bilder nicht in einem Stück fertigt, sondern Schicht für Schicht aufträgt, bis sich der fertige Eindruck ergibt.

Künstler

Martin Frey wurde am 23. März 1907 in Menden (heute zu Sankt Augustin gehörend) geboren. Durch eine Lehre beim örtlichen Malermeister lernte er früh die handwerklichen Fertigkeiten, entwickelte aber auch ein sicheres Gefühlt für Farbverläufe und Nuancen. Er studierte an den Kölner Werkkunstschulen mit dem Schwerpunkt Bühnenbild. Schon als 21-Jähriger gab er Zeichenunterricht und setzte diese Tätigkeit mit Unterbrechungen bis Mitte der 1930er Jahre fort. 1942 erhielt er ein Stipendium für die Kunstakademie in München. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog er ein Atelier in Bad Godesberg. Bestimmt anfangs vor allem Landschaftsmalerei seine Arbeiten, so zogen ihn zunehmend auch die Industrielandschaften mit ihren grafischen Formen an. Ab Mitte der 1950er Jahre erschloss er sich auch den Bereich der Plastik und der Kunst am Bau, um dann ab den 1970er Jahren wieder überwiegend zeichnerisch tätig zu sein. Im Alter von 84 Jahren starb Martin Frey am 26. Juni 1991 in Bonn-Bad Godesberg.

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Galerie

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