Pierre Schumann: Kämpfende Vögel

Pierre Schumann: Kämpfende Vögel, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Pierre Schumann: Kämpfende Vögel (Bronze, 1968, aufgestellt 1983).
Rathaus Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße 5, 22926 Ahrensburg.

Beschreibung

Man mag behaupten, die Bronzeplastik „Kämpfende Vögel“ von Pierre Schumann sei die bekannteste Plastik im öffentlichen Raum von ganz Schleswig-Holstein. Ob diese Aussage  wirklich zutrifft, sei dahin gestellt, aber die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Denn an einer Reihe von Orten des Landes stehen Güsse dieser Arbeit – in Ahrensburg, in Kiel, in Schleswig, in Büdelsdorf und am Herrenhaus Hoyerswort. So kann es durchaus sein, dass die meisten kunstinteressierten Einwohner und Besucher irgendwann einmal die Bekanntschaft der beiden Tiere machen.

Der Bildhauer hat die Form der beiden Vögel so weit abstrahiert, dass nicht ein realistisches Abbild zweier Tiere gezeigt wird, sondern mehr ein flüchtiges Bild. Und doch erkennen selbst ungeübte Augen in der einprägsamen Form schnell das Wesentliche: die eingefrorene Bewegung und den dramatischen Kampf. Auch viele weitere Arbeiten des norddeutschen Bildhauers kreisen um die schemenhaften Formen sich durch die Lüfte bewegender Vögel.

Künstler

Pierre Schumann wurde 1917 als Hans-Adolf Peter Schumann in Heide/Dithmarschen geboren. Er lernte den Beruf des Steinmetzes und studierte ab 1947 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Edwin Scharff und ab 1950 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Otto Baum. 1967 erhielt seine Madonna Nera den 1. Preis der Internationalen Biennale von Carrara. Er galt als einer der bedeutendsten Künstler des Landes und war ein international geschätzter Bildhauer der Klassischen Moderne. Sein bevorzugtes Arbeitsmaterial war Marmor, wobei viele Arbeiten auch in Bronze umgesetzt wurden. Sein wesentliches Schaffensprinzip waren die Reduktion und das Gleichgewicht zwischen Masse und Leere. 2007 erhielt er den Norddeutschen Kulturpreis. Pierre Schumann starb 2011 in Eutin.

Galerie

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