Timm Ohrt: Augen und Ohren

Timm Ohrt: Augen und Ohren, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Timm Ohrt: Augen und Ohren (aufgeschäumter, glasfaserverstärkter Kunststoff, 2008).
Rathausallee / Moorbekplatz, 22846 Norderstedt.

Beschreibung

Für den Platz vor dem neu erbauten Kinocenter in Norderstedt schuf der Architekt und Stadtplaner Timm Ohrt eine markante Plastik, die die Funktion des Kinos plakativ und verspielt nach außen trägt. Vier Stahlrohrstützen, jeweils bis zu fünf Meter lang, ragen schräg nach vorn in den Straßenraum. Sie greifen die Struktur der Kinofassade mit ihrem strengen Raster aus Glas und Stahl auf und lockern sie mit ihrer freieren Anordnung auf. Jedes der vier Rohre trägt entweder ein plastisch geformtes Auge oder ein Ohr, die aus Styropor mit leuchtend farbiger Kunststoffbeschichtung bestehen. Augen und Ohren scheinen ein Eigenleben zu führen und richten sich in unterschiedliche Richtungen aus. Losgelöst vom Körper als eigenständige Elemente erinnern sie an überzeichnete Cartoonfiguren. Sie treten aus dem Alltag heraus und entführen in eine eigene Welt – ganz so wie die Lichtspielhäuser es schon seit vielen Jahrzehnten tun.

Künstler

Timm Ohrt ist der Sohn des Bildhauers Karl August Ohrt. Er machte eine Ausbildung zum Maurergesellen an der Bauschule Hamburg, eine Architekturlehre bei Bernhard Pfau in Düsseldorf und eine Stadtplanungslehre in der Baubehörde Hamburg. Seit 1960 ist er als Architekt und Stadtplaner freiberuflich tätig und arbeitete in verschiedenen Bürogemeinschaften, u.a. mit Klaus Nickels und Werner Feldsien. Seit 1982 arbeitet er gemeinsam mit Hille von Seggern in Hamburg, mit der er seit 1998 auch verschiedene Kunstprojekte durchführte. Er ist Mitglied der Architektenkammer Hamburg und der Freien Akademie der Künste Hamburg. Weitere Informationen (extern): Website von Timm Ohrt

Galerie

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