Ursula Hensel-Krüger: Schusterjunge

Ursula Hensel-Krüger: Schusterjunge, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Ursula Hensel-Krüger: Schusterjunge (Bronze, 1964).
Feldmannplatz, 24211 Preetz.

Beschreibung

Lässig und verspielt hat der junge Schustergehilfe das Paar Stiefel über die Schulter geworfen. Er wirkt stolz bei der Arbeit, die er gerade lernt. Um 1850 zählte man in Preetz 150 selbständige Schuhmachermeister, 360 Schuhmachergesellen und 160 Schuhmacherlehrlinge. Zu diesen kam noch eine größere Zahl von Holzpantoffelmachern. An das Handwerk erinnern in Preetz heute zwei Denkmale und das Holzschuhmachermuseum.

Künstler

Ursula Hensel-Krüger wurde am 26. Juni 1925 in Hamburg geboren. Die ersten zehn Jahre ihrer Kindheit lebte sie in den Vereinigten Staaten. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte sie in Kiel und arbeitete dort als Kindergärtnerin. Anschließend begann sie ihr Kunststudium, überwiegend autodidaktisch. 1950 besuchte sie als Gast die Stuttgarter Kunstakademie. 1951 studierte sie ein Jahr lang in Mailand, Florenz und an der Accademia in Rom. 1956 stellte sie ihre ersten Plastiken aus. Mit den Mitteln eines einjährigen Landesstipendiums studierte sie dann in Paris und Italien. Auch Reisen nach Mittel- und Südamerika und nach Russland folgten später. Seit 1963 lebte und arbeitete Ursula Hensel-Krüger in Westerland/Sylt und erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge. Mit ihren Plastiken wollte sie Optimismus und Freude ausstrahlen und ein Gegengewicht zum harten Alltag aufzeigen. 1983 beendete sie ihre bildhauerische Tätigkeit. Sie nahm sich am 25. Februar 1992 in Westerland das Leben.

Galerie

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