Albrecht Leistner:
Erwachende Blume

Albrecht Leistner: Erwachende Blume (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Albrecht Leistner: Grabmal Stamm – Erwachende Blume
(1921/22, Marmor, Höhe 300 cm, Vase 100 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Stamm auf dem Friedhof Ohlsdorf zeigt eine junge Frau, die aus einer großen, sich öffnenden Blüte herauswächst. Blume und Frau sind leicht kubisch stilisiert dargestellt und sprechen eine für Friedhöfe bis dahin ungewohnte Sprache. Allegorische oder symbolische Darstellungen der Natur hat es auch vorher schon gegeben, wie etwa bei Walther Schmarje. Doch löst sich Albrecht Leistner stärker vom naturgetreuen Bild des Menschen und zeigt eine Verschmelzung von Mensch und Natur. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 924)

Text: jp

Künstler:in

Albrecht Leistner
Carl Albrecht Leistner wurde am 6. November 1887 in Leipzig geboren. Nachdem er die Grundlagen des Zeichnens bei Fedor Flinzer in Leipzig erlernt hatte, studierte er an der Leipziger Kunstakademie bei Alois Kolb und Adolf Lehnert. Der freischaffende Künstler komplettierte seine Ausbildung mit einem zweisemestrigen Studium der Anatomie. Der spätere Zeichner und Maler kam ursprünglich mit 18 Jahren, inspiriert durch den Illustrator Fedor Flinzer, zur Kunst. 1910 gehörte er zusammen mit Max Klinger zu den Gründungsmitgliedern der Leipziger Sezession und deren Jahresausstellung. Hier fand er durch Max Klinger zur Begeisterung für dreidimensionale Werke in Form von Büsten, Statuen, Reliefs aus Marmor und Bronze für Grabdenkmäler und den öffentlichen Raum. Er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes in Weimar sowie des Leipziger Künstlerbundes. 1914 bekam er anlässlich der Weltausstellung für Buchgewerbe und Grafik auch die Möglichkeit, seine Arbeiten zu zeigen. Neben seinen humoristischen Arbeiten waren nach Ende des 1. Weltkriegs eher wieder Lithografien und Steinzeichnungen mit Kriegsthemen sein Thema. Weltwirtschaftskrise und die teilweise Zerstörung seines Ateliers dann im 2.Weltkriegs beendeten seine künstlerische Laufbahn. Albrecht Leistner starb am 24. Oktober 1950 in Leipzig.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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