Alfred Roß:
Auferstandener Christus

Alfred Roß: Dallverglasung (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Alfred Roß: Auferstandener Christus (1972, Beton-Dallglasfenster)
Auferstehungskirche, Berliner Straße 20, 24782 Büdelsdorf

Beschreibung

Für die Auferstehungskirche in Büdelsdorf gestaltete Alfred Roß 1972 das Buntglasfenster eines auferstandenen Christus, welches rechts oberhalb des Altars seinen Platz hat. Die dicken Stücke aus farbigem Dallglas sind in Beton gefasst und zeigen eine stark reduzierte und fast abstrakte Darstellung. Die Leuchtkraft nimmt zur Bildmitte hin zu – außen eher tiefes Blau, im Inneren ein helles und vielfältiges Farbspektrum. Das Bild aus farbigen Glassteinchen ist durchzogen von einem dunklen, lichtundurchlässigen Linienmuster in Form eines Labyrinths, eines der immer wiederkehrenden Themen seiner Werke. Im Inneren dieses Weges steht und strahlt der Christus, ein Teil seines Glanzes ist bereits in den umgebenden Regionen zu erahnen. Die Darstellung lässt sich so lesen, dass die Wege zum Glauben und zur Erlösung nicht immer geradeaus gehen, sondern häufig nur über Umwege zu erreichen sind.

Künstler:in

Alfred Roß wurde am 18. Juni 1927 in Essen geboren. 1942 begann er dort ein Volontariat im Bühnenbild des Theaters und ein Studium an der Folkwangschule. Ab 1950 studierte er bei Willi Baumeister an der Kunstakademie Stuttgart. Ab 1957 hatte er zahlreiche Aufträge im Bereich der „Kunst am Bau“, z.T. zusammen mit seiner Frau Dagmar Schulze-Roß: Blei- und Dallglasfenster in Kirchen, Schlifffenster und Mosaike im Profanbau. Er lebte und arbeitete ab 1960 in Kiel, dann 1989–2000 in Essen, wo er seine intensivste malerische Schaffenszeit hatte („Labyrinthe“). Am 8. Februar 2007 starb er in Kiel. Seine Arbeiten sind vertreten in den Sammlungen des Landesmuseums Schloss Gottorf, der Stadtgalerie Kiel und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.

Galerie

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