Daten zum Werk
Anita Rée: Bildnis Hildegard Heise (1927, Öl auf Leinwand, 59 x 67 cm mit Rahmen)
Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg (Altstadt)
Routenplaner: 53.55485, 10.00388
Beschreibung
In der Sammlung der Hamburger Kunsthalle befindet sich das Ölporträt der Hildegard Heise von Anita Rée. Es entstand in der Zeit nach ihrer Rückkehr aus Positano, als sie in Hamburg noch ohne festes Atelier und Zuhause lebte und arbeitete. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Bildnisse von Auftraggebern, Bekannten und Freundinnen. Die Fotografin Hildegard Heise war die Ehefrau von Carl Georg Heise, der als Direktor der Lübecker Museen die Künstlerin förderte und unterstützte. Das kühle Bildnis konzentriert sich auf den Kopf vor dunklem Hintergrund, nur begleitet von einer zarten Dolde am rechten Bildrand. Die Eheleute Heise dokumentierten nach dem Tode der Künstlerin deren hinterlasssenen Kunstwerke.
Person
Anita Rée
Anita Clara Rée wurde am 9. Februar 1885 in Hamburg geboren. Sie entstammt einer alteingesessenen jüdischen Kaufmannsfamilie, wurde jedoch evangelisch-lutherisch getauft und konfirmiert. 1905 nahm sie Malunterricht beim Hamburger Künstler Arthur Siebelist und ließ sich später bis 1910 bei ihm ausbilden. Danach schloss sie sich kurzzeitig mit Franz Nölken und Friedrich Ahlers-Hestermann zu einer Ateliergemeinschaft zusammen. 1912/13 war sie in Paris und erlernte dort im Umkreis von Fernand Léger das Aktzeichnen. In den folgenden Jahren erlangte sie Anerkennung für ihre Porträts. 1919 war sie Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Hamburgische Sezession und erfuhr in den folgenden Ausstellungen große Beachtung. 1920 trat sie der Hamburgischen Künstlerschaft bei. 1922–25 lebte sie hauptsächlich in Positano an der italienischen Amalfiküste und wandte sich dort der Neuen Sachlichkeit zu. Ab 1926 lebte sie wieder in Hamburg und war Mitbegründerin der GEDOK (Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen). 1929 und 1931 führte sie größere Wandbilder in Hamburger Schulen aus. 1930 bekam sie den Auftrag zur Erstellung eines Triptychons für den Altar der neuen Ansgarkirche in Hamburg-Langenhorn, doch wurde dieser 1932 aus „kultischen Bedenken“ zurückgezogen. Die Entwürfe wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, Schwarz-Weiß-Fotografien des Entwurfs sind seit vielen Jahren an der Orgelempore der Ansgarkirche zu sehen. 1932 verließ sie Hamburg und zog nach Sylt. Schon seit längerer Zeit war die Künstlerin durch die Anfeindungen und persönlichen Enttäuschungen vereinsamt. Am 12. Dezember 1933 nahm sie sich in Kampen auf Sylt das Leben.
Weitere Informationen (extern):Wikipedia
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Galerie
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