Axel Groehl:
Mahnmal

Axel Groehl: Mahnmal (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Axel Groehl: Mahnmal zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Deutsche Werft (1996, Bronze, Beton, Bäume, 520 x 200 cm)
Neßdeich, Rüschweg, 21129 Hamburg (Finkenwerder)

Beschreibung

Auf der Rüschhalbinsel in Finkenwerder befand sich das zum KZ Neuengamme gehörenden Außenlager Deutsche Werft, in dem vermutlich mehr als 600 Männer aus verschiedenen Ländern inhaftiert waren. Für die Deutsche Werft mussten sie als Zwangsarbeiter im Schiffbau als Schweißer, Schlosser oder Elektriker arbeiten. 90 Häftlinge kamen ums Leben, als das Gelände im Dezember 1944 bombardiert wurde. Ein Teil der überlebenden Häftlinge starb später nach der Räumung des Lagers kurz vor Kriegsende. Auf Initiative des damaligen Ortsamtsleiters wurde am 16. Dezember 1996 auf dem einstigen Werftgelände ein Denkmal eingeweiht. Geschaffen hat es der in Finkenwerder lebende Künstler Axel Groehl. Im Durchbruch einer Betonmauer steht eine abstrakt gestaltete Bronzestele als „Zeichen der geballten Hoffnung gegen Verzagen, Verdüsterung und Zwang“. Zehn Ebereschen rahmen die Anlage ein.

Weitere Informationen (extern): Gedenkstätten in Hamburg

Text: jp

Person

Axel Groehl
Axel Groehl wurde am 10. September 1953 in Worms geboren. 1970-1973 studierte er freie Kunst an der Kunsthochschule in Mainz bei Prof. Klaus Jürgen Fischer, Grafik bei Prof. Rembert Albert und 1978-1983 Schwerpunkt Malerei bei Prof. Klaus Bendixen. Er war Meisterschüler von Prof. André Gerard, Assistent von Prof. Gert Kraus für Bühnenbild und Filmarchitektur. Nach der Schaffung von Bühnen- und Kostümbildern am Theater in Hamburg (1982), war er Architekt mehrerer Filmprojekte, um ab 1985 als freischaffender Bildender Künstler in Hamburg tätig zu sein. 1986-2015 war er mit verschiedenen Kunstprojekten aktiv, die sich mit der menschlichen Ebene und der Wirkung seines Werkes auf den Betrachter beschäftigten. Er verbrachte in dieser Zeit einen Aufenthalt in Cincinnati, USA (2003-2006). Zusätzlich schuf er ab 1998 Arbeiten für die Kunst im öffentlichen Raum von Hamburg und München und begleitete seine Projekte mit einer Wanderausstellung 1991-1993 u.a. in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Frankfurt und München sowie in USA Cincinnati, 2004, Ohio, 2005, und Hamilton, 2006. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Atelier Violett“ (1982) sowie des seit 1999 alle zwei Jahre von Airbus vergebenen hochdotierten Kunstpreises Hamburg-Finkenwerder, der u.a. an Almut Heise, George Rickey, Candida Höfer, Neo Rauch und Daniel Richter vergeben wurde. Axel Groehl lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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