Barbara Haeger:
Zwei Stelen

Barbara Haeger: Zwei Stelen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Barbara Haeger: Zwei Stelen mit ausgearbeiteten Elementen (1964, Bronze)
Schöneberger Straße 140, 22149 Hamburg (Rahlstedt)

Beschreibung

Auf der Grünfläche an der Schöneberger Straße stehen zwei bronzene Reliefs, eines senkrecht aufgestellt, das andere waagerecht. Die beiden Platten sind mit grafischen Elementen in leicht geometrischer Formensprache überzogen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, dass es sich beim Muster um stark abstrahierte Figuren handelt. Beim waagerechten Relief lässt sich eine liegende Person ausmachen, ein Bein gestreckt, das andere aufgestellt. Bei den senkrechten Reliefs sind auf beiden Seiten abstrakte stehende Figuren zu erkennen. Eine Figur weist deutliche Ähnlichkeit zur Wandarbeit im Bibliothekshof des Fachbereichs Chemie auf.

Text: jp

Person

Barbara Haeger
Barbara Haeger wurde 1919 in Loslau (Schlesien), heute Wodzisław Śląski, Polen geboren. Sie studierte Bildhauerei 1938–1939 an der Städelschule in Frankfurt am Main, 1939–1941 an der Akademie Dresden, 1941–1943 an der Akademie Berlin und 1948–1949 an der Landeskunstschule Hamburg (bei Edwin Scharff). Danach hatte sie abwechselnd Ateliers in verschiedensten Städten: 1953 in Hamburg, ab 1965 in Paris, ab 1970 in New York und ab 1980 wieder in Hamburg. Sie stellte u. a. in Hamburg, München, Paris, London, New York, Mexiko, Santa Cruz und Dar es Salaam aus und gab in verschiedenen Ländern Workshops zur Bildhauerei. Unter dem Titel „Zerstörung der Form“ machte sie mit ihren Bronzefiguren die Zerstörung der Menschengestalt und Menschenwürde zu ihrem künstlerischen Thema nach den Weltkriegen. Und auch deshalb vermied sie eine Positionierung ihrer Arbeiten vor der Architektur des Wiederaufbaus den Symbolen einer sich wieder aufstrebend entwickelnden Gesellschaft. Barbara Haeger beschäftigte sich auch als engagierte Schriftstellerin und als Schmuckgestalterin. Sie starb im Juni 2004 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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