Carl Börner:
Gedenkstein für Friedrich von Hagedorn

Carl Börner: Gedenkstein für Friedrich von Hagedorn (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Carl Börner: Gedenkstein für Friedrich von Hagedorn (Bronze, Stein, 1897)
Eichenpark, Harvestehuder Weg, 20149 Hamburg (Harvestehude)

Beschreibung

Im Eichenpark, umgeben von hohen und alten Bäumen und mit Blick auf die Alster, steht ein Denkmal aus großen Findlingen. Die in den Stein eingelassende, rechteckige Bronzetafel verrät, wem es gewidmet ist: dem Hamburger Dichter Friedrich von Hagedorn (1708–1754), der in der Zeit des Rokoko Lieder, Fabeln und Lehrgedichte schrieb. Eines seiner Stücke heißt „Die Alster“ und ist ein heiteres Gedicht über die schöne Landschaft seiner Heimatstadt.

Die Gedenktafel, die 1897 von Carl Börner geschaffen wurde, greift dieses Motiv auf und zeigt den Dichter entspannt auf einer Bank inmitten der Natur. Die Inschrift verrät: Hier dichtete Friedrich von Hagedorn. Somit verbindet der Gedenkstein den Ort der Aufstellung mitten im Park mit dem Wirken des Künstlers und lässt bis heute die Spaziergänger im Park teilhaben am Erlebnis, das rund 250 Jahre in die Vergangenheit weist.

Künstler/in

Carl Börner wurde am 29. Juni 1828 in Niederwiesa, Schlesien geboren. Nach einer Ingenieur-Ausbildung 1844-1847 arbeitete er bis 1850 als Lehrling in einer Tonwarenfabrik und war anschließend im Berliner Atelier des Bildhauers F. W. Dankberg tätig. Anfang der 1860er Jahre kam er nach Hamburg, wurde dort unter anderem Mitglied des Hamburger Künstlervereins und bekam 1832, durch seine Freundschaft mit dem Hamburger Bildhauer Julius Lippert, den Auftrag zur Erstellung der zwei ergänzenden der vier Allegorien für die Sockelfiguren zum Friedrich Schillerdenkmal abzuschließen. Er schuf eine Vielzahl weiterer bekannter Skulpturen im öffentlichen Raum von Hamburg. Carl Börner starb am 19. April 1905 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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