Doris Waschk-Balz:
Liegende Frau

Doris Waschk-Balz: Liegende Frau (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Doris Waschk-Balz: Liegende Frau (1984, Bronze)
Bochumer Weg, Grünanlage, 22419 Hamburg (Langenhorn)

Beschreibung

Im Bereich des Bochumer Wegs in Langenhorn befindet sich auf einem niedrigen Granitpostament die lebensgroße Plastik einer liegenden Frau. Sie ist ein Teil der umfangreichen Installation Mensch und Natur von Doris Waschk-Balz, die sich über verschiedene Stationen im Wohnquartier erstreckt. Die Frau liegt ausgestreckt auf dem Rücken, die linke Hand hinter dem Kopf, den rechten Arm seitlich neben sich gelegt. Die Füße hat sie überschlagen. Hüfte und Beine sind leicht um die Körperachse nach links eingedreht, auch der Kopf ist leicht zur Seite geneigt.

Die gelagerte, ruhende Position macht einen sehr harmonischen und entspannten Eindruck. Doch wird das Auge des Betrachters zugleich von den fließenden und gewundenen Formen angezogen, die dem Körper eine lebhafte Wirkung verleihen. Die Symmetrie der Ruheform wird in vielfältiger Weise gebrochen – durch die unterschiedliche Haltung der Arme, durch die Drehungen und Neigungen. Geht man um die Figur herum, wird mit jedem Schritt die Dynamik erlebbar, der Körper scheint zu atmen.

Im Zusammenspiel mit den weiteren Elementen der Installation nimmt die Frau den horizontal gelagerten Part ein und steht damit im Kontrast zu den stehenden und sitzenden Figuren. Die gestreckte Form erinnert ein wenig an die Erbsenschote, während die leichte Spiralform eine Analogie im Farntrieb und in der Knospe der Ackerwinde findet.

Text: jp

Künstler:in

Doris Waschk-Balz
Doris Waschk-Balz wurde am 26. November 1942 in Berlin geboren. Nach ihrem Abitur in Heilbronn begann sie 1962 das Studium bei Ulrich Günther (Keramik) und Rudolf Daudert (Bildhauerei) an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1964 setzte sie dieses bei Gustav Seitz an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg fort. Seit 1968 ist sie freischaffende Künstlerin. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Zeichner und Buchillustrator Klaus Waschk, in Hamburg. Wichtigstes Element in ihren oft mehrteiligen und unterschiedlich kombinierbaren Arbeiten aus Terrakotta und Bronze ist das Spiel mit der Perspektive, mit Figuren und Landschaft.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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