Doris Waschk-Balz:
Figur vor Wand

Doris Waschk-Balz: Nackter Mann, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Doris Waschk-Balz: Figur vor Wand (Bronze, Stahl, 1988).
Telekom, Rungholtstraße 9, 25746 Heide.

Beschreibung

Neben einer stählernen Wand auf dem Vorplatz des Telekom-Verwaltungsgebäudes in Heide steht eine hagere männliche Figur – beide zusammen als räumliche Installation der Bildhauerin Doris Waschk-Balz. Die Bronzeplastik und die Stahlwand bestimmen gemeinsam den Raum und verstärken sich gegenseitig in der Wirkung. Die Wand begrenzt an zwei Seiten eng den Raum, der den Mann umgibt, und fordert damit eine Deutung heraus: Wirkt sie als Hindernis oder bietet sie Schutz? Die Fußstellung weist in Richtung der höchsten Stelle der Wand, wo diese den Körper überragt. Doch hat der Mann seinen Oberkörper von der Wand gewendet und blickt zur offenen Seite hin.

Der schmale und gestreckte, fast knochige Körper des nackten Mannes und vor allem die aufgerissene Oberfläche der Figur machen einen geschundenen Eindruck und können als sichtbares Zeichen erfahrenen Leides gedeutet werden. Doch zugleich ist die Haltung aufrecht und vital und kündet vom Willen, sich den Widrigkeiten entgegen zu stellen und Auswege zu suchen.

Künstler/in

Doris Waschk-Balz wurde am 26. November 1942 in Berlin geboren. Nach ihrem Abitur in Heilbronn begann sie 1962 das Studium bei Ulrich Günther (Keramik) und Rudolf Daudert (Bildhauerei) an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1964 setzte sie dieses bei Gustav Seitz an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg fort. Seit 1968 ist sie freischaffende Künstlerin. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Zeichner und Buchillustrator Klaus Waschk, in Hamburg. Wichtigstes Element in ihren oft mehrteiligen und unterschiedlich kombinierbaren Arbeiten aus Terrakotta und Bronze ist das Spiel mit der Perspektive, mit Figuren und Landschaft.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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