Ekkehard Thieme:
Bildfenster in der Stadthalle

Ekkehard Thieme: Bildfenster in der Stadthalle (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Ekkehard Thieme: Bildfenster in der Stadthalle
(1972, Aluminiumreliefs und Bleiverglasungen, jeweils 16 m lang, 1,70 m hoch)
Stadthalle Eckernförde, Am Exer 1, 24340 Eckernförde 

Beschreibung

Wer sich der Eckernförder Stadthalle nähert, entdeckt an den nördlichen und südlichen Fassaden rätselhafte Reliefs aus Aluminium, die an Tuschezeichnungen erinnern. Monochrome Linien, Flächen und Schraffuren schlängeln sich entlang der Fensterbänder. Im Inneren der Halle zeigt sich ein anderes Bild: Hier leuchten kräftige Farben – blau, gelb und grün – abwechselnd mit hellen Flächen und kräftigen Linien. Die durchscheinenden metallenen Reliefs von außen sowie weitere Reliefs im Innenraum verbinden sich optisch mit dem Glasbild. In den Flächen sind schemenhaft die Umrisse und Schatten von Menschen zu erkennen, teils als Individuum, teils in Gruppen. Die Farbflächen können als eine typische Ostsee-Landschaft gedeutet werden mit blauem Wasser, saftigen Wiesen und Getreide- oder Rapsfeldern.

Text: jp

Künstler:in

Ekkehard Thieme
Ekkehard Thieme wurde 1936 in Berlin-Karlshorst geboren. Er studierte von 1956 bis 1962 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Alfred Mahlau und Georg Gresko (1920-1962). 1963 bekam er den Rom-Preis Villa Massimo und 1964 den Kunstpreis der Böttcherstraße Bremen. Ein Jahr später erhielt er dann den Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie. Der Maler, Glasbildgestalter, Zeichner, Radierer und Bildhauer, der nach dem Krieg seine Zeit in Husum und Flensburg verlebte, wurde durch seine skizzenhaften, sich auf wesentliche Elemente konzentrierende Arbeiten bekannt. 1974 hatte er einen Gastaufenthalt in der Villa Massimo in Rom, erhielt 1976 den Kulturpreis der Stadt Flensburg und 1995 den Lucas-Cranach-Preis der Stadt Kronach. 1975 folgte eine Professur an der Muthesius-Hochschule Kiel, die er bis zu seinem Tode ausführte. Ekkehard Thieme lebte und arbeitete in Flensburg, wo er am 8. Oktober 1999 starb.

Text: hws

Galerie

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