Erhardt Klonk:
Fenster in der Friedhofskapelle

Erhardt Klonk: Dreiecksgiebelfenster in der Friedhofskapelle (Foto: Jan Petersen / Kunst@SH, 2021)

Daten zum Werk

Erhardt Klonk: Fenster in der Friedhofskapelle (1962, ca, diverse Bleiverglasungen)
Friedhofskapelle Harburg, Bremer Straße 236, 21077 Hamburg (Harburg)

Beschreibung

Im Dreiecksgiebel über dem Haupteingang der Kapelle auf dem Neuen Friedhof Harburg befindet sich an der dem Altar gegenüberliegenden Wand ein großes Buntglasfenster von Erhardt Klonk. Das farbkräftige und kontrastreiche „Auferstehungsfenster“ zeigt in der Mitte zwei Engel, die eine Krone tragen, umgeben beiderseits von jeweils drei Engeln mit Trompete. Das Fenster befindet sich oberhalb und rückwärts der Trauergemeinde, hüllt jedoch den Raum in eindrucksvolles Licht. Zwei weitere deckenhohe farbige Fenster in freier, geometrischer Gestaltung befinden sich an den beiden Seitenwänden neben dem Altar. Im Wartebereich der Kapelle befinden sich drei rechteckige Seitenfenster. Sie stellen in symbolischer Form und kräftigen Farben das Thema „Glaube, Liebe, Hoffnung“ dar. Zu sehen sind drei stilisierte Fische sowie die Symbole Kreuz, Herz und Anker in lebhafter in schwungvoller Gestaltung.

Text: jp

Person

Erhardt Klonk
Erhardt Klonk wurde am 20. Juni 1898 in Rinteln geboren und wuchs in Marburg auf. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er in Goßfelden bei Otto Ubbelohde. Ab 1921 besuchte er die Akademie in München und begann mit Gesangsunterricht sowie ab 1922 mit Schauspielunterricht. Ab 1926 wandte er wieder der Malerei zu und begann die Auseinandersetzung mit Glasmalerei. 1935 wurde er zum Lehrbeauftragten an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf ernannt. Etwa 1952 gründete er in Marburg eine eigene Glasmalerwerkstatt, in die später auch sein Sohn Erhardt Jakobus Klonk einstieb, der die Werkstatt 1970–2009 weiterführte. Erhardt Klonk schuf über 300 Kirchenfenster, vor allem in Hessen. Als Maler schuf er Aquarelle, Ölgemälde, Mosaike, Wandmalereien und Sgraffiti. Erhardt Klonk starb am 4. März 1984 in Marburg. Der Nachlass befindet sich im Landeskirchlichen Archiv Kassel.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: jp

Galerie

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