Erich Schickling:
Fenster in St. Ulrich

Erich Schickling: Fenster in St. Ulrich (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Erich Schickling: Diverse Fenster in St. Ulrich (1979/80, Bleiverglasung)
Kath. Kirche St. Ulrich, Badallee 58, 25826 St. Peter-Ording

Beschreibung

Die katholische Kirche St. Ulrich in St. Peter-Ording wurde 1957 eingeweiht und gut zwanzig Jahre später erweitert. Zu dieser Zeit erhielt sie eine umfangreiche Verglasung nach den Entwürfen von Erich Schickling, die zwei Seitenfriese, das große Südfenster über dem Eingangsbereich sowie in der östlichen Kapelle zwei Marienfenster umfasst. Die farbkräftige und leuchtstarke Gestaltung stellt über vierzig biblische Motive aus dem Alten und dem Neuen Testament dar, von Adam und Eva bis hin zu den Aposteln. Entstanden sind die Fenster in den Werkstätten der Regensburger Glaskunstanstalten Alfred Schwarzmayr in den Jahren 1979 und 1980. Auch das Kreuz hinter dem Altar, der Tabernakel und der Ambo wurden von Erich Schickling entworfen.

Text: jp

Person

Erich Schickling
Erich Schickling wurde am 19. April 1924 in Býkov-Láryšov (dt. Pickau), Tschechische Republik geboren. Er studierte 1947-52 an der Kunstakademie München und war Meisterschüler bei Josef Hillerbrand. Nachdem er 1956 den Ersten Preis beim Ideenbewerb für die Glasfenster der Marburger Elisabethkirche gewann, erhielt er im Laufe der Jahre rund 80 Aufträge in Bayern, Deutschland und Brasilien für die Gestaltung von Glasfenstern und Wandmalereien in kirchlichen und öffentlichen Gebäuden. Ferner schuf er zahlreiche Hinterglasbilder und Gemälde u.a. mit biblischen Motiven, aber auch Themen aus der griechischen Mythologie. 1993 erhielt er die Medaille der Masaryk-Akademie der Künste, Prag, 2009 den Preis Pro Suebia der Eugen-Liedl-Stiftung für das künstlerische Lebenswerk. 1999 gründete er die Erich-Schickling-Stiftung in Eggisried bei Ottobeuren, die den künstlerischen Nachlass verwahrt. Erich Schickling starb am 16. Februar 2012 in Eggisried.

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Galerie

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