Eugen Christ:
Margarethenbrunnen

Eugen Christ: Margarethenbrunnen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Eugen Christ: Margarethenbrunnen (1953/1957, Eisen)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Der knapp 400 Hektar große Parkfriedhof Ohlsdorf ist ein Gesamtkunstwerk. Neben den Grabmälern und üppiger Vegetation prägen auch verschiedene Brunnen die weitläufige Landschaft. Der filigrane, geschmiedete Margarethenbrunnen von Eugen Christ an der Cordesallee ist besonders markant. Er erinnert an eine Voliere, auf deren Spitze ein stilisierter Phönix hockt. Im Inneren sprudelt ein kleiner Springbrunnen. Der kunstvoll gestaltete Käfig ist reich mit orientalisch wirkenden Ornamenten sowie Fabeltieren verziert.

Der Kunstschmied Eugen Christ fertigte den nach seiner verstorbenen Ehefrau Margarethe benannten Brunnen ohne Auftrag für die Internationale Gartenbauausstellung IGA 1953, wo er dann allerdings nicht gezeigt wurde. Die Stadt kaufte ihn dem Künstler ab, um ihn vier Jahre später auf dem Friedhof einzuweihen. Ursprünglich war das Metall schwarz gestrichen, nun seit geraumer Zeit hellgrau, wodurch er sich klarer von der Umgebung abhebt.

Künstler/in

Eugen Christ wurde am 14. November 1887 in Waldsee/Schwaben geboren. Seit 1924 lebte und arbeitete er als Bildhauer und Kunstschmied in Hamburg. Der von ihm im Alter von 70 Jahren erbaute Margaretenbrunnen auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf deutet aufgrund seiner orientalischen Ornamentik darauf hin, dass er sich in früheren Jahren in Persien aufgehalten hatte. Eugen Christ starb am 3. September 1970 in Mölln.

Galerie

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