Friedrich Wield:
Kreuzigung

Friedrich Wield: Kreuzigung (Foto: Kunst@SH/Jan Petersen, 2025)

Daten zum Werk

Friedrich Wield: Kreuzigung (1938, Sandstein, Höhe 160 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)
Kat. 1165

Routenplaner: 53.61705, 10.04573


Beschreibung

Auf dem Friedhof Ohlsdorf befindet sich auf der Rückseite einer Grabstelle das Sandsteinrelief von Friedrich Wield mit einem Kreuzigungsmotiv. Christus befindet sich am linken oberen Bildrand, rechts neben im einer der Schächer. Drei trauernde Frauen sind gestaffelt im mittleren und unteren Bereich der Stele dargestellt. Im Gegensatz zu vielen traditionellen Darstellungen der Kreuzigung ist hier das Kreuz an den Rand gerückt, während das Bild stärker von der Trauer der Frauen dominiert wird.

Person

Friedrich Wield
Friedrich Ernst Martin Wield wurde am 15. März 1880 in Hamburg geboren. Ab 1896 machte er eine Bildhauerlehre bei Walter Zehle in Hamburg, bevor er nach einem Studienaufenthalt in Paris 1900–03 ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Wilhelm Ruemann absolvierte. 1905–14 bezog er sein eigenes Atelier in Paris, unternahm in dieser Zeit auch eine Reise nach Italien und stellte 1909 in der Société Nationale des Beaux-Arts aus. Nachdem er mit Beginn des ersten Weltkrieges Frankreich verlassen musste, ging er nach Winterthur (Schweiz) und leistete 1915–18 Kriegsdienst. Er gehörte ab 1919 zu den Gründungsmitgliedern der Hamburger Session und war bis 1922 deren Vorsitzender, war Mitglied im Hamburger Kunstverein von 1832, ab 1922 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes sowie der Hamburgischen Künstlerschaft. Freiplastiken nach antikem Vorbild bestimmten sein künstlerisches Werk. Die Stadt Hamburg beauftragte ihn mit einer Vielzahl von Denkmälern und Skulpturen. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten schränkten seine schöpferische Kraft und finanziellen Möglichkeiten dermaßen ein, dass er seine Arbeiten nicht fortsetzen konnte, woraufhin Friedrich Ernst Martin Wield am 10. Juni 1940 in Hamburg durch Freitod aus dem Leben schied.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

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Galerie

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