Georg Weiland:
Allegorie der Natur- und Geisteswissenschaften

Georg Weiland: Allegorie der Natur- und Geisteswissenschaften (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Georg Weiland: Allegorie der Natur- und Geisteswissenschaften (Bronze, 1965)
Luise-Klinsmann-Haus (VHS), Hüxstraße 118-120, 23552 Lübeck

Beschreibung

Als 1965 der Neubau für die Volkshochschule errichtet wird, erhält Georg Weiland den Auftrag für die Kunst am Bau. Seine Bronzerelief Allegorie der Natur- und Geisteswissenschaften über dem Eingang zeigt fünf stark stilisierte Personen bei unterschiedlichen Tätigkeiten, die das Spektrum der VHS spiegeln. So ist eine Lautenspielerin zu sehen, eine Schauspielerin oder auch ein Mann mit technischen Utensilien. Aus der Entfernung wird das Relief wie eine fast geschlossene Fläche, doch beim Näherkommen zeigen sich die vielen Details. Die blockhafte Struktur und die vertikale Gliederung in die fünf Personen greifen die Form der nüchternen und sachlichen Architektur auf, verleihen ihr durch die fantasievolle Gestaltung aber eine kreativ-spielerische Note.

Künstler/in

Georg Weiland wurde 1928 in Blowatz bei Wismar geboren. Er war Schüler des Lübecker Grafikers und Bildhauers Walther Jahn. 1953 begann er ein Studium der Freien Grafik und Keramik (Plastik, Malerei und Grafik) an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg in der Klasse für Freie Grafik, Illustration und Entwurf von Alfred Mahlau und der Keramikklasse von Otto Lindig. Bekannt wurde er für seine Beton- und Bronzereliefs u. a. auch im öffentlichen Raum in Bad Bramstedt und Lübeck. Als Maler und Bildhauer arbeitete er ab 1958 in Lübeck, ab 1967 in Reinfeld. 1977–79 lehrte er plastisches und bildhauerisches Gestalten an der Muthesiusschule in Kiel. Aus gesundheitlichen Gründen gab er Anfang der 1980er Jahre seine künstlerische Tätigkeit auf. Georg Weiland starb 1999 in Reinfeld.

Galerie

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