Gerhard Marcks:
Grabmal Rudolf Hoffmann

Gerhard Marcks: Grabmal Rudolf Hoffmann (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Gerhard Marcks: Grabmal Rudolf Hoffmann (1966, Granit)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Hoffmann auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einer schlanken Stele, die im oberen Bereich das dezente Relief eines musizierenden Engels in seitlicher Ansicht zeigt. Gerhard Marcks fertigte dies Bildnis für seinen langjährigen Galeristen Rudolf Hoffmann (1906–1966) an, welcher ihn über zwei Jahrzehnte vertrat und ausstellte. Das Motiv der Posaune spielenden Engel stammt aus der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament.

Künstler:in

Gerhard Marcks wurde am 18. November 1889 in Berlin geboren. Seine frühen autodidaktischen Fähigkeiten durch Studien im Zoologischen Garten von Berlin, die ihn u.a. auch zu Tierplastiken aus Porzellan brachten, mündeten später in eine Ateliergemeinschaft mit den Bildhauern Richard Scheibe, Georg Kolbe sowie Max Adolf Pfeiffer. 1914 war er an Ausstellungen der Berliner Secession und des Deutschen Werkbundes beteiligt. 1919 wurde er an das staatliche Bauhaus in Weimar berufen, um dann ab 1920 Leiter der Töpferei in Dornburg (Saale) zu werden. In dieser Zeit begann, durch die Freundschaft zu Lyonel Feininger, auch seine Beschäftigung mit der Lithografie. Ab 1925 wurde er Lehrer der Bildhauerklasse der Kunstgewerbeschule Giebichstein (bei Halle) und später ihr Direktor. 1928 erhielt er den Villa Romana Preis. 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten seine Werke, worauf er nach der Ausstellung „Entartete Kunst“ Ausstellungsverbot erhielt. Er zog nach Ahrenshoop in Mecklenburg. 1935 war er als Studiengast fünf Monate in der Villa Massimo in Rom. 1945 erhielt er eine Professur an der Landeskunstschule in Hamburg. Mit seinem Umzug nach Köln-Müngersdorf 1950 arbeitete als freier Bildhauer, stellte im In- und Ausland aus und war aktiv mit seinen Kunstwerken im öffentlichen Raum vertreten. 1951 wurde er in den ersten Vorstand des wiedergegründeten Deutschen Künstlerbundes gewählt. Er war regelmäßiger Teilnehmer der Biennale in Venedig sowie an der documenta I bis III (1955–1964) in Kassel. 1969 wurde die Gerhard-Marcks-Stiftung in Bremen eingerichtet. Er starb am 13. November 1981 in Burgbrohl, Eifel. Sein künstlerischer Nachlass wird von der Gerhard-Marcks-Stiftung in Bremen verwaltet.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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