Hans Kock:
Der Baum

Hans Kock: Der Baum (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Hans Kock: Der Baum (1965, Granit)
Holitzberg 133, 22417 Hamburg (Langenhorn)

Beschreibung

Auf einer Grünfläche am Holitzberg steht ein Baum aus Granit, geschaffen von Hans Kock. Es handelt sich hierbei nicht etwa um das naturgetreue Bild eines gewachsenen Baumes, sondern um die Konstruktion einzelner Elemente nach formalen Gesichtspunkten. Es wirkt ein wenig so, als sei die Form gewachsen und habe sich entfaltet, ganz so wie das Wachstum von Bäumen vonstatten geht. Ähnlich wie in zahlreichen anderen Werken des Künstlers, ist auch diese Skulptur der Fantasie entsprungen, indem kleine Elemente zu einer harmonischen größeren Form zusammen gefügt wurden. Durch die Betonung der Waagerechten weckt der Baum zudem Assoziationen an eine menschliche Gestalt mit ausgebreiteten Armen – eine Wächterfigur für das Wohnquartier.

Künstler/in

Hans Kock wurde am 27. Dezember 1920 in Kiel geboren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges studierte er in Braunschweig zunächst Architektur, wechselte dann zur Bildhauerei. An der Landeskunstschule in Hamburg wurde er Meisterschüler und später Mitarbeiter von Gerhard Marcks. Ab 1953 war Hans Kock als freischaffender Künstler in Hamburg und auf Gut Seekamp in Kiel tätig. Er erhielt 1962 den Villa-Romana-Preis und nahm unter anderem an der documenta III (1964) in Kassel und den Weltausstellungen in Montréal (1967) und Osaka (1970) teil. 1972 erhielt er den Kunstpreis des Landes Schleswig Holstein. Gemeinsam mit seiner Frau baute er ab 1990 Gut Seekamp zu einem Skulpturenpark und Kunstraum aus. 2004 war er Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Kiel. Am 10. September 2007 starb Hans Kock in Kiel.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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