Hans Kock:
Doppelfigur

Hans Kock: Doppelfigur, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Hans Kock: Doppelfigur (Bronze, 2007, Höhe 212 cm)
Barockgarten, Skulpturenpark Schloss Gottorf, 24837 Schleswig

Erworben durch den Kulturring in der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft e. V.

Beschreibung

An höchster Stelle des Barockgartens von Schloss Gottorf werden die Besucher von einer weiblichen Statue empfangen. Beim Näherkommen und Umrunden wird deutlich, dass der Bildhauer Hans Kock hier keine klassische Frauenfigur zeigt, sondern eine Doppelfigur: Zwei weibliche Körper verschmelzen in einer Figur. Schon seit Urzeiten inspiriert die Verbindung mehrerer Figuren in einem Körper – sogenannte Janusfiguren – Künstler in aller Welt. Meist thematisieren sie die Vereinigung von Gegensätzen und Kontrasten. Die Gestalt der Figur bewegt sich an der Grenze zwischen der architektonischen Grundform einer Stele und dem abstrahierten Bild des weiblichen Körpers. 

Künstler/in

Hans Kock wurde am 27. Dezember 1920 in Kiel geboren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges studierte er in Braunschweig zunächst Architektur, wechselte dann zur Bildhauerei. An der Landeskunstschule in Hamburg wurde er Meisterschüler und später Mitarbeiter von Gerhard Marcks. Ab 1953 war Hans Kock als freischaffender Künstler in Hamburg und auf Gut Seekamp in Kiel tätig. Er erhielt 1962 den Villa-Romana-Preis und nahm unter anderem an der documenta III (1964) in Kassel und den Weltausstellungen in Montréal (1967) und Osaka (1970) teil. 1972 erhielt er den Kunstpreis des Landes Schleswig Holstein. Gemeinsam mit seiner Frau baute er ab 1990 Gut Seekamp zu einem Skulpturenpark und Kunstraum aus. 2004 war er Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Kiel. Am 10. September 2007 starb Hans Kock in Kiel.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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