Hans Martin Ruwoldt:
Flamingogruppe

Hans Martin Ruwoldt: Flamingogruppe, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Hans Martin Ruwoldt: Flamingogruppe (1953, Bronze)
Planten un Blomen, Parksee, Marseiller Str. 7, 20355 Hamburg (St. Pauli)

Beschreibung

Auf dem ersten Blick wirkt die bronzene Tierplastik am Parksee in Planten un Blomen ein wenig irritierend: Die Körperform passt nicht recht zum Bild eines Flamingos. Beim genaueren Hinsehen erschließt sich, dass hier zwei Flamingos so eng beieinander stehen, dass ihre Körper sich nahezu vereinigen. Während die Füße noch klar unterscheidbar sind, scheinen Hälse und Köpfe zu verschmelzen. Die Plastik des Bildhauers Hans Martin Ruwoldt erscheint damit leicht abstrahiert und betont die Zusammengehörigkeit der beiden Tiere.

Künstler/in

Hans Martin Ruwoldt wurde am 15. Februar 1891 in Hamburg geboren. 1906–1909 machte er eine Bildhauerlehre in Rostock. 1911–1914 studierte er an der Kunstgewerbeschule Hamburg in der Bildhauerklasse von Martin Luksch. Ab 1922 arbeitete er im eigenen Atelier in Hamburg und führte zahlreiche Aufträge für Hamburger Bauten und Anlagen aus. 1928 trat er in die Hamburger Secession ein. Während der Zeit des Dritten Reiches wurden seine abstrakten Werke nicht mehr geduldet, so dass er in dieser Zeit seine Auftragsskulpturen vorwiegend gegenständlich gestaltete. Raubtiere wie Panther, Tiger und Adler waren häufige Motive. In der Nachkriegszeit war er 1955–1959 Leiter der Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Hans Martin Ruwoldt starb am 18. Oktober 1969 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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