Hans Schwegerle:
Christus

Hans Schwegerle: Christus (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Hans Schwegerle: Christus (1908, Muschelkalk, Höhe ca. 2,20 m)
Kirche St. Lorenz, Steinrader Weg 10, 23558 Lübeck

Beschreibung

Die Fassadenecke der Kirche St. Lorenz wird geschmückt durch eine Christusfigur von Hans Schwegerle. Die Muschelkalkplastik steht erhöht auf einem Mauervorsprung und wird von einem Baldachin überdacht. Ursprünglich sollte es eine Statue des Namenspatrons St. Lorenz sein, doch die Entscheidung fiel auf den Christus. Er steht aufrecht im langen Gewand, die linke Hand vor der Brust, die rechte seitlich zum Betrachter hin geöffnet. Es ist eine einladende Geste, die die Besucher der Kirche freundlich empfängt.

Text: jp

Person

Hans Schwegerle
Hans Schwegerle wurde am 2. Mai 1882 in Lübeck geboren. Ersten Kunstunterricht erhielt er an der Lübecker Kunstschule von Willibald Leo von Lütgendorff-Leinburg. Danach studierte er ab 1900 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Wilhelm von Rümann und Karl Raupp. 1902 wurde sein erstes größeres Werk „Der verlorene Sohn“ in München mit der „Großen Silbernen Medaille“ der Akademie ausgezeichnet. Auch spätere Werke erhielten diese Prämierung. Seine Werke waren in den Ausstellungen der Münchener Secession, der großen Kölner Kunstausstellung in Leipzig und Breslau ausgestellt. 1904 erhielt er auf der Internationalen Ausstellung in Paris einen 1. Preis für Plastik. Ab 1908 leitete er ein eigenes Schüleratelier für Bildhauerei. Ab 1917 war er Professor der Akademie der Bildenden Künste München und als Bildhauer und Medailleur tätig. In seinem Atelier entstanden Entwürfe für über 600 Medaillen. Seine Werke finden sich in ganz Deutschland, in Kirchen, Museen und im öffentlichen Raum. Hans Schwegerle starb am 4. September 1950 in München.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: jp

Galerie

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