Hans-Werner Könecke:
Die Regentrude

Hans-Werner Könecke: Die Regentrude, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Hans-Werner Könecke: Die Regentrude (Bronze, Brunnen, 1984).
Rathausmarkt, 22846 Norderstedt.

Beschreibung

Zwei bronzene Frauen zieren den Brunnen vor der Norderstedter Rathaus. Bildhauer Hans-Werner Könecke nahm sich hierfür eine Novelle des Dichters Theodor Storm zum Vorbild: „Die Regentrude“, die dieser 1863 schrieb. Die eine Frau sitzt mit einem Krug in den Händen auf einem Stein, während die zweite Frau neben ihr steht und ihr einen Arm beschützende auf die Schulter legt. Bei der aufrecht stehenden Frau handelt es sich um die Regentrude, eine Figur aus vorchristlicher Zeit, die für die fruchtbaren Niederschläge verantwortlich ist. Als in einem Sommer eine lange Dürre herrscht, macht sich die zweite Frau, das Bauernmädchen Maren, auf den Weg, um die Regentrude zu wecken und um den nötigen Regen zu bitten.

Der Bildhauer und vor ihm der Dichter nahmen sich die Geschichte der gütigen Naturgöttin zum Thema ihrer Darstellungen, um damit auf die Abhängigkeit der Menschen von der Natur hinzuweisen und die Achtung vor ihr anzumahnen.

Künstler:in

Hans-Werner Könecke wurde 1940 in Frankfurt/Oder geboren und kam in seiner Jugend in Mölln zur Bildhauerei. Er machte eine Lehre zum Modelltischler und erhielt Malunterricht im Atelier von Max Ahrens. Er arbeitet in Ateliers in Mölln und Reinbek. Zu seinen Werken zählen überwiegend Darstellungen von Menschen und Tieren in Holz und Bronze. Sein Werk umfasst über 200 Arbeiten, von denen viele im öffentlichen Raum zu finden sind, etwa in Hamburg, Norderstedt, Eckernförde oder Ratzeburg. 2002 erhielt er den Kulturpreis der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Galerie

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