Heinrich Mißfeldt:
Grabmal Schmidt

Grabmal Schmidt (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Heinrich Mißfeldt (vermutlich): Grabmal Schmidt (1922, Sandstein)
Südfriedhof, Saarbrückenstraße 1, 24114 Kiel

Beschreibung

Das Grabmal Schmidt auf dem Kieler Südfriedhof ist eine große Grabanlage mit zentraler Ädikula. Die niedrigen Wände reichen um die Ecke und werden an beiden Seiten von knienden Sandsteinfiguren gesäumt. Auf der linken Seite kniet eine junge, unbekleidete Frau mit Haarkranz, auf der rechten Seite ein junger, unbekleideter Mann. Beide halten in den Händen Blumengirlanden und haben den Blick darauf gesenkt. Die Zuschreibung zum Künstler Heinrich Mißfeldt ist nicht gesichert, doch bestehen formale Ähnlichkeiten zu weiteren Arbeiten Mißfeldts wie etwa dem Grabmal Meyer auf demselben Friedhof und der Plastik eines kauernden weiblichen Aktes.

Text: jp

Künstler:in

Heinrich Mißfeldt
Heinrich Mißfeldt wurde am 20. Dezember 1872 in Kiel geboren. Nach einer Lehre als Holzbildhauer bei Peter Schnorr in Kiel studierte er in Berlin, zunächst 1891 an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums und anschließend an der Akademie für Bildende Künste bei Gerhard Janensch, Ernst Herter und Peter Breuer. Ab 1906 konnte man seine Arbeiten auch in Ausstellungen in Düsseldorf und Berlin sehen. Darüber hinaus gehörten figürliche Büsten, Krieger- und Grabdenkmäler in ganz Deutschland zu seinem Hauptrepertoire, wie u.a. das 1924 auf dem Friedhof in Bad Bramstedt aufgestellte Kriegerdenkmal zum 1. Weltkrieg. Der Klaus-Groth-Brunnen in Kiel von 1912 gilt als das Hauptwerk des Künstlers. Heinrich Mißfeldt starb am 27. Oktober 1945 in Torgau.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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