Inka Uzoma:
Heidi Kabel

Inka Uzuma: Heidi Kabel (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Inka Uzoma: Heidi Kabel (2011, Bronze)
Ohnsorg Theater, Heidi-Kabel-Platz 1, 20099 Hamburg (St. Georg)

Beschreibung

Auf dem Heidi Kabel Platz vor dem heutigen Standort des Ohnsorg Theaters erinnert eine Bronzestatue an die beliebte Volksschauspielerin Heidi Kabel (* 27. August 1914, † 15. Juni 2010), die über mehrere Jahrzehnte auf der Bühne des Theaters stand. Die lebensgroße Plastik von Inka Uzoma zeigt die Schauspielerin so, wie sie ihrem Publikum in Erinnerung geblieben ist – lebhaft gestikulierend und lebensnah. Denn sie führte sich nie als großer Star auf, sondern verhielt sich stets wie ein vertrauter Mensch aus der Nachbarschaft. Sie war in unzähligen Filmen und Serien zu sehen, war Sängerin und Hörspielsprecherin. Erst mit 84 Jahren zog sie sich nach 66 Jahren aus Altersgründen von der Bühne zurück. Die Bronzeplastik wurde im Jahr nach Ihrem Tod mit einem Festakt eingeweiht. Der Künstlerin war es besonders wichtig, Gestik, Mimik und Körperhaltung der Schauspielerin einzufangen, sodass man sich wie ein Zuschauer im Theaterstück fühlt.

Text: jp

Person

Inka Uzoma
Inka Uzoma wurde am 26. Februar 1947 in Drensteinfurt (Westfalen) geboren. Nach einer Ausbildung zur Maskenbildnerin an den Städtischen Bühnen in Dortmund 1967-1970, arbeitete sie zunächst als freie Maskenbildnerin beim Theater und Fernsehen in Dortmund, Köln und Hamburg bevor sie 1983-1985 bei Veronika Schlüter-Stoll Bildhauerei erlernte. Anschließend studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und 1987-1988 Aktzeichnen beim Bildhauer und Maler Rainer Wilke. Ab 1988 konnte man ihre Popart oder auch figürlichen Skulpturen aus Bronze, Stahl, Ton und Holz sowie Collagen und Gemälde in Ausstellungen im in- und ausländischen Galerien sehen. Sie war Mitglied der GEDOK, von 1992-1995 erste Vorsitzende des "Künstlerhaus Eimsbüttel e.V.", der Fördergemeinschaft "Junge Kunst" BBK und Mitbegründerin der Künstlergruppe "TIBP". Lange Zeit lebte und arbeitete sie in Donstorf (Region Diepholz). Inka Uzoma starb am 22. Februar 2016 in Hamburg.

Text: hws

Galerie

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