Jörg Plickat:
Die Bezogenheit des Seins

Jörg Plickat: Die Bezogenheit des Seins, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Jörg Plickat: Die Bezogenheit des Seins (Carrara-Marmor, 1997)
Stadtpark Rendsburg, Am Stadtsee, 24768 Rendsburg

Beschreibung

In der weitläufigen Parklandschaft des Rendsburger Stadtparks stehen ein wenig abseits zwei aufrechte Steine aus weißem Marmor. Sie stehen eng zusammen und sind einander sehr ähnlich, wenn sie auch nicht identisch gestaltet sind. So erinnern sie an ein menschliches Paar, das stark aufeinander bezogen ist und sich zugleich ein wenig von den übrigen Kunstwerken im Park absondert. Die beiden Steinskulpturen sind sparsam bearbeitet und zeigen nur eine leichte Struktur der Oberfläche. Der Wechsel zwischen rohen und polierten Flächen ist dezent ausgeführt und hebt die feine Maserung hervor. Die Schönheit des Materials kann sich damit voll entfalten, ohne dass ihr von außen eine Gestalt quasi aufgezwungen wird.

Künstler/in

Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren. Er studierte Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Jan Koblasa, Georg Weiland und Manfred Sihle-Wissel. Seine erste Ausstellung hatte er 1979 in der Werkstatt Maulwurf in Kiel. Er war auf zahlreichen europäischen Kunstmessen und auf über 250 Ausstellungen weltweit vertreten. Mehr als 60 überwiegend monumentale und raumgreifende Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und in Kirchen im norddeutschen Raum sowie an vielen Orten im Ausland. 2011 war er als erster nichtchinesischer Lehrer an den hochrangigen Akademien in Peking und Hangzhou tätig. War in den 80er Jahren sein bevorzugtes Material noch Holz und später Naturstein bei überwiegend figürlichen Motiven, arbeitet er seit den 90er Jahren in seinen kubistisch reduzierten und dennoch menschlichen proportionalen Formen in Bronze und Corten-Stahl. 2012 erhielt er den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, eröffnete 2013 mit neun Skulpturen seinen eigenen Skulpturenpark „Koppel der Künste“ in Bredenbek und gewann 2015 mit dem Macquarie-Preis Australiens höchsten Preis für Bildhauerei. 2018 erhielt er den NordArt-Preis 2017. Jörg Plickat lebt und arbeitet in Bredenbek.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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