Jörg Plickat:
Erinnerung einer Sehnsucht

Jörg Plickat: Erinnerung einer Sehnsucht (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Jörg Plickat: Erinnerung einer Sehnsucht
(2012, Cortenstahl, L 600 H 265 B 280, Aufstellung 2021)
Bülker Weg, 24229 Strande

Beschreibung

Jörg Plickats Erinnerung einer Sehnsucht an der Promenade von Strande zum Bülker Leuchtturm beruht in ihrer Konstruktion auf zwei einfachen Elementarformen und strahlt damit selbst eine eindrucksvolle Klarheit aus. Ein gleichseitiges Dreieck und das Segment eines Kreises bilden eine gemeinsame Komposition, ohne einander zu berühren. Es entsteht der Eindruck, als sei der Bogen ein Teilstück eines großen Kreises, welcher im Boden fortgeführt wird und das Dreieck durchdringt. Beide Teile erobern sich auf unterschiedliche Weise den Raum – das Dreieck vertikal aufstrebend, der Kreisbogen in der Horizontalen lagernd. Während Bogen und Dreieck aus rostrotem Cortenstahl gefertigt sind, bricht ein kleines Fragment aus rötlichem Sandstein wie eine Verletzung die klare Ordnung.

Die Skulptur ist ein Teil des Projektes SKULPTUREN AM MEER. Fünf Stationen eines Skulpturenpfades verbinden die großvolumigen Werke mit der umgebenden Natur an der Kieler Förde.

Zur Ausstellung: SKULPTUREN AM MEER

Text: jp

Person

Jörg Plickat
Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren. Er studierte Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Jan Koblasa, Georg Weiland und Manfred Sihle-Wissel. Seine erste Ausstellung hatte er 1979 in der Werkstatt Maulwurf in Kiel. Er war auf zahlreichen europäischen Kunstmessen und auf über 250 Ausstellungen weltweit vertreten. Mehr als 60 überwiegend monumentale und raumgreifende Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und in Kirchen im norddeutschen Raum sowie an vielen Orten im Ausland. 2011 war er als erster nichtchinesischer Lehrer an den hochrangigen Akademien in Peking und Hangzhou tätig. War in den 80er Jahren sein bevorzugtes Material noch Holz und später Naturstein bei überwiegend figürlichen Motiven, arbeitet er seit den 90er Jahren in seinen kubistisch reduzierten und dennoch menschlichen proportionalen Formen in Bronze und Corten-Stahl. 2012 erhielt er den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, eröffnete 2013 mit neun Skulpturen seinen eigenen Skulpturenpark „Koppel der Künste“ in Bredenbek und gewann 2015 mit dem Macquarie-Preis Australiens höchsten Preis für Bildhauerei. 2018 erhielt er den NordArt-Preis 2017. Jörg Plickat lebt und arbeitet in Bredenbek.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: hws

Galerie

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