Jörg Plickat:
Gettorfer Marktfrauen

Jörg Plickat: Gettorfer Marktfrauen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Jörg Plickat: Marktfrauen (2002, Bronze)
Teichstraße/Eichstraße, 24214 Gettorf

Beschreibung

Die Marktfrauen erinnern an die Zeit vor Einführung der Gewerbefreiheit im Jahr 1869, als viele Gettorfer Handwerker nicht zunftberechtigt waren und nur einfache Arbeiten anfertigen durften, zum Beispiel der Schuster nur Arbeitsschuhe und der Schneider nur Arbeitszeug. Zu dieser Zeit fanden viermal jährlich rund um die Kirche große Kram- und Viehmärkte statt. Zu den vielen Marktbeschickern gehörten auch die Eckernförder Schneider und die Preetzer Schuster. Heute finden im Marktbereich regelmäßig Wochenmärkte statt.

Künstler/in

Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren. Er studierte Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Jan Koblasa, Georg Weiland und Manfred Sihle-Wissel. Seine erste Ausstellung hatte er 1979 in der Werkstatt Maulwurf in Kiel. Er war auf zahlreichen europäischen Kunstmessen und auf über 250 Ausstellungen weltweit vertreten. Mehr als 60 überwiegend monumentale und raumgreifende Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und in Kirchen im norddeutschen Raum sowie an vielen Orten im Ausland. 2011 war er als erster nichtchinesischer Lehrer an den hochrangigen Akademien in Peking und Hangzhou tätig. War in den 80er Jahren sein bevorzugtes Material noch Holz und später Naturstein bei überwiegend figürlichen Motiven, arbeitet er seit den 90er Jahren in seinen kubistisch reduzierten und dennoch menschlichen proportionalen Formen in Bronze und Corten-Stahl. 2012 erhielt er den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, eröffnete 2013 mit neun Skulpturen seinen eigenen Skulpturenpark „Koppel der Künste“ in Bredenbek und gewann 2015 mit dem Macquarie-Preis Australiens höchsten Preis für Bildhauerei. 2018 erhielt er den NordArt-Preis 2017. Jörg Plickat lebt und arbeitet in Bredenbek.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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