Daten zum Werk
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Mädchen mit Blumen (um 1825, Öl auf Leinwand)
Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg (Altstadt)
Routenplaner: 53.55525, 10.00299
Beschreibung
In der Sammlung der Hamburger Kunsthalle befindet sich das Gemälde Mädchen mit Blumen von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Das Porträt im Stil des Klassizismus entstand während Tischbeins Zeit am Eutiner Hof. Es zeigt ein auf einem Stuhl sitzendes, junges Mädchen in seitlicher Dreiviertelansicht. Sie trägt ein schlichtes weißes Kleid und ein gelbes Kopftuch, während sie dabei ist, aus Vergissmeinnicht einen Blumenkranz zu flechten. Der Hintergrund ist nur angedeutet.
Person
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein wurde am 15. Februar 1751 in Haina (Kloster) geboren. Er war ab 1765 zunächst Schüler seines Onkels Johann Heinrich Tischbein des Älteren in Kassel, danach bei seinem Onkel Johann Jacob Tischbein in Hamburg. Er wechselte zu seinem Vetter Johann Dietrich Lilly, der in Hamburg als Kunsthändler, Kopist und Restaurator tätig war und ihn an die Historienmalerei heranführte. 1771 unternahm er eine Studienreise nach Holland und kehrte nach einem kurzen Aufenthalt in Bremen 1773 nach Haina zurück. Ab 1777 war er am Berliner Hof erfolgreich als Porträtmaler tätig. Einen ersten Studienaufenthalt in Rom konnte er 1779–81 mit einem Stipendium der Kasseler Akademie antreten. Dort vollzog er die Wende vom Stil des Rokoko zum Klassizismus. 1783–99 folgte ein zweiter Aufenthalt in Italien, wo er sich 1786 auch mit Goethe anfreundete. Hier entstand auch das berühmte Gemälde „Goethe in der Campagna“, das zum Inbegriff der Italiensehnsucht wurde. Vom Herbst 1789 bis 1799, als französische Truppen in Neapel einmarschierten, war Tischbein Direktor der dortigen Kunstakademie (Accademia di Belle Arti). Zurück in Deutschland, gründete er 1799 in Göttingen eine Zeichenakademie für Damen. 1801 wurde er in Hamburg ansässig. 1808 nahm er ein Angebot von Peter I., dem Prinzregenten des Herzogtums Oldenburg an, der ihn zum Hofmaler und Galeriedirektor ernannte. Daraufhin lebte und arbeitete er bis zu seinem Tode am 26. Juni 1829 in Eutin. Einige seiner großformatigen Gemälde sind im Schloss und im Ostholstein-Museum Eutin ausgestellt.
Weitere Informationen (extern):Wikipedia
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Galerie
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