Johann Michael Bossard:
Sandsteingruppen

Johann Michael Bossard: Sandsteingruppen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Johann Michael Bossard: Sandsteingruppen (1910, Sandstein)
Schwenckestraße 98/100, 20255 Hamburg (Eimsbüttel)

Beschreibung

Die ehemalige Volksschule in der Schwenckestraße wurde 1909–11 nach einem Entwurf von Albert Erbe erbaut und hatte ursprünglich getrennte Bereiche für Jungen und Mädchen. Seit 2011 wird es als Wohnhaus genutzt. Der Eingangsbereich wird geschmückt durch zwei figürliche Sandsteingruppen von Johann Michael Bossard. Für jeden der Eingänge wurde eine passende Skulptur gestaltet, eine Mädchenskulptur für den Mädcheneingang und eine Knabenfigur für deren Eingang. Die zwei Knaben sind in einer Gruppe mit einem mächtigen Greifvogel dargestellt, während zwei Mädchen eine große Schale mit Singvögeln tragen. Die Darstellungen sind reichhaltig verziert und sehr detailliert ausgeführt.

Text: jp

Person

Johann Michael Bossard
Johann Michael Bossard wurde am 16. Dezember 1874 in Zug (Schweiz) geboren. Nach dem Schulbesuch in Luzern begann er 1890 eine Lehre als Ofenbauer in Zug. Ab 1894 verfolgte er eine künstlerische Ausbildung mit einem Stipendium an der Kunstgewerbeschule in München in der Bildhauerklasse von Professor Hess, anschließend an der Akademie in München bei Wilhelm von Rümann, um 1896 nach Berlin, dem damaligen Zentrum für Kunst und Kultur zu ziehen. Dort besuchte er 1897 die Kunstgewerbeschule in Berlin als Meisterschüler von Arthur Kampf. 1897 wurde er an die Kunstgewebeschule in Hamburg berufen, zunächst als Lehrer dann als Professor an der er bis 1943 die Bildhauerklasse unterrichtete. Hier war er u.a. Lehrer von Karl Hartung und Theo Ackermann. Seit 1908 lebte er in Hamburg. 1911 erbaute er, mit Unterstützung seiner Frau, der Künstlerin Jutta Krull, mehrere Bauwerke, Kunsttempel und ein Wohnhaus. 1913 erfolgte die Operation seines erblindenden Auges. Johann Michael Bossard starb am 27. März 1950 in Jesteburg, Landkreis Harburg, Niedersachsen. Nach seinem Tod begründete seine Frau die „Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard-Krull“, die mit Architektur, Malerei, Keramik, Wand- und Freiskulpturen 5.000 Kunstwerke beherbergt.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: hws

Galerie

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