Johannes Ufer:
Ungegenständlich

Johannes Ufer: Ungegenständlich, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Johannes Ufer: Ungegenständlich (1953, Sgraffito)
Planten un Blomen, Apothekergarten, Marseiller Straße, 20355 Hamburg (St. Pauli)

Beschreibung

Ein Sgraffito mit Formen, Flächen und Linien in drei verschiedenen Brauntönen schmückt eine weiße Wand an den Apothekergärten in Planten un Blomen. Sanft geschwungene Linien dominieren das Bild, das an eine Mischung aus Ornament und Geometrie erinnert. Jede der drei Farben ist auf einer eigenen Ebene angeordnet, ganz unten ein mittleres Brau, darüber ein dunkles und als oberste Ebene ein helles Braun. In so eingestandenen Relief erhält das grafische Muster mit dem leichten Schattenspiel eine lebendige Anmutung.

Künstler/in

Johannes Ufer wurde am 30. April 1912 in Essen geboren. Nach einer Malerlehre (1926) war er 1928 Theatermaler und besuchte 1929–1933 die Hochschule für angewandte Kunst in Berlin. 1937–1940 emigrierte er nach Kopenhagen. Nach 1945 war er als freischaffender Künstler in Hamburg tätig. Für Arbeiten zu Kunst am Bau in Hamburg entwickelte er ein Farbschema, nach dem die Häuser auf Helgoland und die Hamburger Siedlung Neuwiedenthal gestaltet wurden. Seit 1948 war Dozent für Raum- und Flächenkunst am „Baukreis“. Seit 1950 hatte der Maler und Zeichner einen Lehrauftrag für Freihandzeichnen. Ab 1952 erarbeitete er Objekte für die Industrie und Baugenossenschaft. Ab 1955 erhielt er einen Auftrag für die Farbgestaltung neuer Häuser in Helgoland, die er bis in die 1980 Jahre in der praktischen Bauwirtschaft der Insel umsetzte. Er starb am 4. Januar 1987 in Hamburg.

Galerie

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