Karin van Ommeren:
Die Durchlässige

Karin van Ommeren: Die Durchlässige (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Karin van Ommeren: Die Durchlässige / Kreuzweg, 3. Station (Granit, 2013)
Gustav-Radbruch-Platz, 23568 Lübeck

Beschreibung

Aus einem Quader aus Granit ist mit klaren und präzisen Schnitten ein spannungsreicher Körper geschnitten, der die Symmetrie leicht bricht. Die Schnitte reichen tief in den Körper hinein und geben im oberen Bereich den direkten Blick durch den Stein frei. So öffnet sich die ursprünglich massive und drückend schwere Form und konzentriert ihre Kraft im Punkt der Öffnung – ein mögliches Symbol für das Aufscheinen von Hoffnung in dunkler Zeit. Die zur Öffnung hin weisenden Schnittflächen sind glatt poliert, während die äußeren Flächen rau belassen sind.

Die dritte von heute fünf Stationen des historischen Lübecker Kreuzwegs aus dem 15. Jahrhunderts wird markiert durch eine Stele der Bildhauerin Karin van Ommeren. Der Kreuzweg erinnert an die Passionsgeschichte, und diese Station ist Simon von Cyrene gewidmet, welcher von den römischen Soldaten gezwungen wird, das schwere Kreuz Christi für einen Teil des Weges zu tragen. Die Stele entsteht zusammen mit sieben weiteren Werken im Jahr 2013 während eines Bildhauersymposiums in Lübeck.

Künstler/in

Karin van Ommeren wurde 1955 in Utrecht (Niederlande) geboren. 1978 bis 1982 studierte sie am Hoger Instituut Sint Lukas und an der Akademie der Bildenden Künste in Brüssel. 1984 bis 1990 war sie Dozentin für Bildhauerei in Amsterdam und in Haarlem. Karin van Ommeren lebt und arbeitet in Pietrasanta in Italien.

Weitere Informationen (extern):Website

Galerie

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